24.10.05

Flatliner am Telefon

Gefunden in FINANZTEST 11/2005:

21.10.05

Pfui Schreibtisch!

Dreckige Schreibtische haben jetzt eine eigene Webseite aufgrund einer Glosse von Carsten Scheibe.

20.10.05

Volksvermögen verschrottet

Wenn die Deutsche Bahn AG ihre (vor Jahren mit meinen Steuergeldern gekauften) Lokomotiven oder Waggons nicht mehr braucht, dann werden sie nicht verkauft, sondern verschrottet - damit sie nicht von der Konkurrenz gekauft werden können (ARD Magazin Kontraste).

19.10.05

Subway Test

System-Gastronomie finde ich normalerweise gut, da man ein einheitliches, optimiertes Produkt in den Magen bekommt, und der Zufall eigentlich keine Rolle spielt. Bei USA-Reisen habe ich Schlotzsky's schätzen gelernt, und inzwischen gibt es auch in Berlin eine Filiale, die ich gelegentlich besuche.

Subway kannte ich bisher nur gerüchteweise. Heute morgen hatte ich in der westlichen Innenstadt zu tun, und sah eine Filiale, und beschloss mir dort ein Früstück zu holen um den Laden zu testen. Auf einem Plakat stand "Unser Bestes" mit einem belegten Sandwich (Chicken Teriyaki), und dafür habe ich mich entschieden, da ich keine Lust hatte erst lange zu überlegen.

Das Konzept von Subway ist, dass das Sandwich vor den Augen des Kundens belegt wird, wobei dieser auch noch sagen kann, falls er irgendwelche Zutaten nicht möchte, und zwischen 6 verschiedenen Brotsorten wählen kann.

Das Ergebnis war allerdings unerfreulich. Die Sosse (leider selbst gewählt) und die Gurkenscheiben waren unangenehm süss, und das Endprodukt letztendlich so nass, so dass die Finger und später die ganze Hand abgewischt werden mussten.

Wenn "Unser Bestes" so ist, dann macht es keinen Sinn, den Rest der Speisekarte auszuprobieren.

Dann bestellte ich noch einen Latte Macchiato. Der schmeckte leider nach Kaffeesatz.

18.10.05

Zählung

In der Hitparade werde ich wohl nicht sein, aber es gibt jetzt einen Zähler.

Druck-Überwachung

Die meisten Farblaserdrucker bringen fast unsichtbare Markierungen aufs Papier mit Datum, Zeit und Seriennummer - ohne dass der Besitzer um Erlaubnis gefragt wird. Die EFF hat den Code bei einem Drucker entschlüsselt.

17.10.05

Zeitungswiderstand

Das kommt davon, wenn ein dubioser Investor eine Zeitung kauft: die "gekauften" wehren sich öffentlich:

15.10.05

USA-Wein entsteht anders

Die Welt über die Methoden, mit denen Wein in den USA hergestellt wird:
Deshalb nutzen kalifornische Winzer etwa das in der EU umstrittene Verfahren "Spining cone column". Dabei wird der Wein in einem Vakuum in Alkohol, Wasser und die einzelnen Aromen aufgespalten. Die Aromen können in der Menge verändert werden. Gängig ist auch, bis zu sieben Prozent Wasser nachträglich zuzusetzen oder während der Gärung Holzspäne in den Wein zu rühren. So bekommt er ein Aroma, als sei er im Eichenfaß gereift.

Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft

PlusMinus und Monitor über die "Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft", eine Lobby-Organisation der Arbeitgeberverbände der es immer wieder gelingt, ihre Slogans und "Nachrichten" (z.B. diese) geschickt unterzubringen.

Nachtrag: ZAPP berichtet mit weiteren Details (Karikatur-Wettbewerb, platzierte Zeitungsartikel, gekaufte Dialoge in "Marienhof", etc)

14.10.05

Präventivgeläster

Sabine Rennefanz von der Berliner Zeitung begrüsst ihren zukünftigen Arbeitgeber David Montgomery mit dem Artikel Mann mit schlechtem Ruf.

12.10.05

Die zweigeteilte Mehrwertsteuer (III)

Nachdem die Welt und Kontraste über die zweigeteilte Mehrwertsteuer berichtet haben, setzt PlusMinus noch einen drauf: sie versuchten bei McDonalds den mehrwertsteuerreduzierten Burger zum Mitnehmen billiger zu bekommen. Schlau, aber erfolglos. Ausserdem wird verraten, dass auch Kunst mit nur 7% besteuert wird.

6.10.05

Bush möchte weiter foltern

Einerseits behauptet Bush, es würde nicht gefoltert. Andererseits droht er mit Veto gegen ein Gesetz, das "grausame, unmenschliche oder demütigende Behandlung" von Gefangegen verbieten will. Aber nur, weil das Gesetz "überflüssig" und "doppelt" sei - und Bush in seiner "Flexibilität in seinem Kampf gegen den Terrorismus eingeschränken" würde. Das Gesetz wurde von Senator John McCain eingereicht, der in Vietnam selbst gefoltert wurde. (SPIEGEL, CNN)

Whistle-Blower

Interessante Reportage von PlusMinus: Joseph Mangan, ein ehemaliger Ingenieur der Österreichischen Firma TTTech darf sich laut Gericht nicht einmal an die Aufsichtsbehörde EASA wenden, um angebliche Mängel an einem für den Airbus A380 produzierten Chip zu melden.

30.9.05

Weichspülkatz

Letzte Nacht wurde ich durch ein intensives Kratzen an der Tür geweckt. Ich dachte eine der Katzen will rein. Nach Öffnen der Tür fand sich keine Katze. Es stellte sich heraus, dass das Kratzen aus dem Schrank kam: Kater #2 war seit dem späten Abend eingeschlossen, und hatte es sich gemütlich gemacht. Nun riecht Kater #2 seit einigen Stunden nach Weichspüler.

28.9.05

Hartz IV Software Flop, 3.0

Das Manager-Magazin bringt noch mehr Spott zur Hartz IV Software.

Prost!

George W. Bush trinkt angeblich wieder.

26.9.05

Tödliche Begegnung

An einem Bahnsteig der Berliner U-Bahn stand heute der Tod. Oder besser gesagt, eine als "Tod" kostümierte Person. Schwarzer Umhang, voll-schwarze Maske. In der Hand hielt der "Tod" ein Schild:

DAS LEBEN GEHT WEITER - CDU

24.9.05

Verdächtiges Verhalten

Reisen nach London sollte man wohl besser meiden - zumindest wenn man mit einem Rucksack unterwegs ist. David Levy, ein Franzose, beschreibt im Guardian wie er wegen "suspicious behaviour" verhaftet wurde, seine Wohnung durchsucht wurde, und er erst nach sieben Stunden wieder freigelassen wurde. Aber immer noch besser als ein paar Kopfschüsse.

23.9.05

Suboptimaler Arroganz-Kanzler

Wer letzten Sonntag besseres zu tun hatte als Schröder's arroganten TV Ausbruch zu verfolgen, kann ihn nun nachlesen beim STERN und beim Spindoktor. Inzwischen bedauert Gerhard Schröder sein Verhalten, und nennt es "suboptimal". Schade nur, dass seine Selbstkritik nur auf diesen einzelnen Auftritt bezogen war, und nicht auf seine Regierungzeit - die war nämlich ebenfalls "suboptimal".

20.9.05

Nachträglich vorläufig

Das Finanzamt hat aufgrund meines abgeschriebenen Einspruchs nach über zwei Monaten meinen Steuerbescheid nachträglich als "vorläufig" gesetzt.

15.9.05

Geschwätz von Gestern

PlusMinus präsentiert in einem Quiz das Gerede der Politiker, "heute so, morgen so"

Amerikaner haben es nicht besser

Amerikaner arbeiten nicht nur wöchentlich mehr als Deutsche und haben eine marode Infrastuktur, sie machen auch weniger Urlaub, meldet das Manager-Magazin:
Knapp neun Tage Urlaub bekommen US-Angestellte im Schnitt nach einem Jahr im Job, maximal 16 sind es zehn Jahre später.

14.9.05

Abenteuer Kühlung der Grafikkarte

Mein aktueller PC hat eine ATI X600 PCIe Grafikkarte - leider mit Lüfter. Dieser Lüfter fing in den letzten Tagen an zu rumpeln. Ein Austausch scheint es nicht zu geben. Mein Plan war daher, eine ATI X300 PCIe Karte für 50€ zu kaufen, die wird passiv gekühlt. Als auf zu Conrad Electronic. Die hatten die Karte nicht im Laden. Daher wich ich aus zu Plan B: für 20€ ein Thermaltake Fanless VGA Heatpipe Cooling Bausatz gekauft. Anstelle eines Lüfters gibt es zwei enorme Alu-Kühlkörper, durch zwei Kupferstäbe ("heatpipe") verbunden.

21:00 Uhr: Es gibt eine Kurzbeschreibung in Deutsch, und eine ausführliche Beschreibung in englisch. Die Anleitung ist gut verständlich - leider funktioniert sie nicht hundertprozentig, wie sich bald zeigen wird.

Der laute Lüfter wird von der Karte entfernt, die alte Wärmeleitpaste vorsichtig entfernt. Nun geht's zur Sache. Neue Wärmeleitpaste wird aufgetragen...

Erstes Hindernis:
Zur Befestigung eines Elements auf die GPU muß die Karte umgedreht werden, wodurch das Element inkl. zwei Schrauben wieder herausfallen würde. Abhilfe: alles erstmal temporär mit Klebeband befestigen. Klappt.

Zweites Hindernis:
Aufgrund falscher Abstandsberechnungen berührt eines der Teile nicht die Rückseite der Karte, obwohl die Anleitung dies ausdrücklich fordert. Ich helfe mir mit zwei gefalteten Stückchen Papier. Klappt.

22:00 Uhr: Jetzt heisst es die beiden riesigen Alu-Kühlkörper montieren - vorher ist wieder viel dünn aufgetragene Wärmeleitpaste notwendig. Außerdem müssen 8 sehr kleine Schrauben zwischen den Kühlrippen montiert werden. Erstaunlicherweise fallen die Schrauben genau richtig in die Löcher. Beim zweiten Kühlkörper muss die Heatpipe nochmal verbogen werden um Paste aufzutragen - klappt, das Kupfer ist flexibel.

22:30 Uhr: Die Karte ist nun fertig. Dummerweise reicht der Platz nicht. Die "fertige" Karte nimmt den Platz von 2,1 Karten, weil der untere Kühlkörper zu dick ist. Also muß die TV-Karte ein Platz tiefer installiert werden, sie wäre sonst zu nahe - es sind somit nun zwei Plätze unter der Grafik-Karte frei. Nach einigem Fummeln klappt auch dieser Umbau.

Nach einem Neustart, und Re-Installation der Treiber der TV-Karte funktioniert alles. Es ist 23:00, gerade rechzeitig für ZAPP, das ich schaue während ich diese Zeilen schreibe. Die Kühlkörper werden warm, also war der Einbau korrekt.

Fazit: Wer es sich leisten kann, sollte lieber eine passive Karte "ab Werk" kaufen. Der Bausatz von Thermaltake ist nicht völlig durchdacht, und mühsam zusammenzubauen, und das Ergebnis ist zu groß.

Geständnis im "Ehrenmord" Prozess

Heute began der Prozess um den "Ehrenmord" an Hatun Sürücü. Wie in ähnlichen Fällen üblich, gestand der Jüngste der drei Angeklagten die Tat (und hofft wohl auf eine Jugendstrafe). Er habe alles ganz alleine begangen und bereut natürlich ganz, ganz doll. (AFP, SPIEGEL, dpa, sowie Berliner Zeitung mit sehr vielen Details)

13.9.05

Anonyme Klingelschilder

Anonyme Klingelschilder mit Initialen oder Nummern werden immer beliebter, schreibt die Berliner Zeitung.

12.9.05

US Immobilienblase wächst und wächst

Die amerikanische Immobilienblase ("New Housing Economy") nimmt Züge an, die an die Internet-Aktienblase des letzten Jahrhunderts erinnert, schreibt die WELT:
Die Menschen müßten sich künftig keine Sorgen mehr vor Arbeitslosigkeit machen, tönt etwa Alan Nevin, Chefökonom der California Building Industry Association (Verband der kalifornischen Bauindustrie): "Sollte es einmal einen Engpaß geben, können Familien einfach höhere Hypothekendarlehen auf ihr Haus aufnehmen."

PRO7 mit innovativem Werbeblock

PRO7 hat sich etwas Neues für den Werbeblock ausgedacht, um die nachfolgende Sendung anzukündigen. Am Sonntag, während des Films "Supersüss und supersexy" mit Cameron Diaz, begann jede Werbeunterrechung mit einem nahtlos angefügten Kommentar von Herrn Stromberg aus der gleichnamigen Serie, in der er einen peinlichen Kommentar in seiner typischen Art abgab.

Die neue "Stromberg" Staffel fängt gut an - der inkompetente Fiesling Bernd Stromberg ist jetzt nur noch stellvertretender Chef, und hat jetzt einen Jüngeren über sich.

Das Abstruseste ist aber dass die Sendung von der ARAG Versicherung gesponsort wird. Will die ARAG andeuten, dass es in ihrer Schadensabteilung ähnliche Fieslinge gibt wie in der "Capitol Versicherung" aus der Serie?

Die Serie basiert auf der BBC-Serie The Office. Die kann man sich bei ebay UK auf DVD bestellen; das habe ich inzwischen getan.

Cargo-Kalle, reloaded

Nach der Welt lästert berichtet nun auch der Stern über den comeback-Versuch vom gescheiterten Cargolifter Gründer Carl von Gablenz.

10.9.05

Warum Gerhard Schröder weg muss (und Angela Merkel auch nicht viel besser ist)

Eine nicht vollständige Liste, warum Schröder weg muss. Leider erinnern sich die meisten Leute nur einige Monate zurück, ich habe dagegen versucht über beide Legislaturperioden zu schauen.

Was haben Gerhard Schröder bzw. seine Bundesregierung negatives geleistet?

Positives:

  • Grundsicherungsgesetz verhindert Altersarmut
  • Zusammenlegung von Arbeitslosengeld und Sozialhilfe - leider nur in der Theorie, da die Vermittlung nicht klappt

Was hat Schröder nicht getan, was er hätte tun müssen:

  • Deutschland Mut machen, den privaten Konsum anstacheln - der private Konsum ist erst dieses Jahr wieder angesprungen, weil viele ein Ende von Schröder sehen
  • Bildung für alle aufrufen, damit wir in 10-20 Jahren wieder "top" sind
  • Subventionen abbauen
  • Steuern vereinfachen
  • Föderalismusreform - die Ausrede "Das ist Ländersache" muß ein Ende haben!

Was bringt Angela Merkel Gutes:

  • Sie ist Physikerin und nicht Politologin
  • Schröder kann sich mehr um seine Tochter kümmern
  • Paul Kirchhof's Konzept der Steuervereinfachung

Welche Nachteile gibt es durch Angela Merkel:

  • Sie hat ihre Körpersäfte nicht im Griff
  • Sie ist "Kohl's Mädchen", und hat das Charisma von einem Mitropa-Speisewagen
  • Sie wird Öko-Steuer nicht abschaffen
  • Sie wird vermutlich Mehrwertsteuer anheben, gefährdet dadurch den privaten Konsum
  • Sie wird vermutlich Studiengebühren und Eliteuniversitäten einführen, d.h. Deutschland verblödet weiter, immer weniger Leute haben genug Bildung um Deutschland international stark zu machen
  • Margaret Thatcher als Vorbild (siehe Report Mainz 6.6.2005)
  • Ronald Reagan als Vorbild
  • Sie will Gentechnik-Gesetz aufweichen
  • Sie will Bundeswehr im Inland für Polizeiaufgaben einsetzen - Nervöse Wehrdienstleistende werden auf Bürger ballern
  • Paul Kirchhof's Konzept der Steuervereinfachung wird garantiert nicht einmal im Ansatz realisiert werden

Fiat Ducato Test

Für 18 Euro habe ich mir bei IKEA einen Fiat Ducato für 1 Stunde gemietet (Lieferung der Ware hätte 29 Euro gekostet). Von allen Kleintransportern die ich in meinem Leben gemietet habe (bisher Mercedes, VW, Opel, Ford), ist dieser am gefährlichsten: zwischen Kupplung und Bremse ist eine Stange. Wenn man bremsen will, ist die Gefahr gegeben, dass ein Teil der Kraft gegen diese Stange geht und nicht auf die Bremse. Zum Glück war der Verkehr sehr übersichtlich und keine Notbremsung erforderlich.

Weitere "kleine" Ärgernisse:
  • beim Tanken muss der Deckel extra aufgeschlossen werden
  • die Gangschaltung ist vorne statt in der Mitte, Gänge sind unklar zu finden. Immerhin habe ich auf diese Weise begriffen, dass ich zunächst problemlos im dritten Gang angefahren war
  • Deutliche Rückenschmerzen schon nach 10 Minuten sitzen. Diese traten beim Aufstehen nach nur 10 Minuten Fahrt auf und gingen danach nicht mehr weg.

9.9.05

Powell bedauert PowerPoint Auftritt

Colin Powell bedauert seinen UN-Auftritt. Damals, in 2003, hatte er PowerPoint-Folien vorgeführt mit verschwommenen Bildern, welche "Massenvernichtungswaffen" seien. Waren sie aber nicht.

8.9.05

Eso-Nina gegen Öko-Jutta bei Schwafel-Sandra

Nina Hagen ist etwas empfindlich, wenn es um ihre esoterische Aktivitäten geht. Als sie von Jutta Ditfurth in der Talk-Show "Menschen bei Maischberger" angesprochen wurde, gab's Zoff:
Nina Hagen: "Mit Merkel will der Staat Krieg machen, ohne Merkel nicht."
Jutta Ditfurth (fragend): "In Jugoslawien 1999 war Merkel? Das wusste ich gar nicht!"
Nina Hagen (ungläubig): "Wie? Wir sind in den Krieg gezogen – meine Soldaten?"
Jutta Ditfurth (hämisch): "Da warst du wohl in Ashram ..."
Nina Hagen (enttäuscht): "Das find' ich gemein, Jutta. Ich find' das total daneben, was du jetzt sagst."
Jutta Ditfurth (ironisch): "Du schreibst immer wunderschöne Dinge über Gurus. Ich halte dich für esoterisch ein bisschen durchgeknallt."
Nina Hagen (angriffslustig): "Du kennst mich doch überhaupt nicht! Wie kannst du dich über mich äußern? Über meine Religion und Philosophie?
Das ist ein Armutszeugnis! Ich finde es furchtbar, was diese dicke Frau da mit mir macht!"
Nina Hagen (noch empörter): "Mich anzugreifen, weil ich einen Film über einen Lehrer in Indien gemacht habe!"
Jutta Ditfurth: "Du hast auch schon Ufos und Außerirdische gesehen!"
Nina Hagen: "Jutta Ditfurth ist eine blöde, blöde Kuh. Mit dir werde ich nie wieder reden!"
Wiederholung Samstag Abend auf 3sat um 23:10.

7.9.05

Harry Potter und die Datensicherheit

Sicherheitsexperten haben darauf hingewiesen, dass es mit der "Datensicherheit" (genauer: Sicherheit gegen "böse" Zauber) bei Harry Potter nicht sehr gut aussieht. Die Parallelen zur IT-Welt sind beeindruckend. (PC-Welt.de, Rite Wing TechnoPagan)

flat tax interview

Die Berliner Zeitung bringt ein Interview mit Estlands Finanzminister Aivar Söerd über die flat tax in seinem Land.

6.9.05

Reagan als Merkel-Vorbild

Angela Merkel hat in der TV-Debatte bei Ronald Reagan abgekupfert.

CDU gegen Verbraucherschutz

Die CDU liess ein Gesetz scheitern, das u.a. eine Tarifansage zur Pflicht gemacht hätte.

3.9.05

Hartz IV Software Flop, 2.0

Nach der Software-Pleite des Jahrhunderts erwägen die Verantwortlichen von der Bundesagentur für Arbeit, die Software für das Arbeitslosengeld II vollständig neu entwickeln zu lassen, meldet der SPIEGEL. Die Software sei "nicht mehr wartungs- und entwicklungsfähig".

2.9.05

Geld wurde woanders gebraucht

Salon.com über Kürzungen beim Katastrophenschutz in New Orleans - das Geld wurde für den Irak-Krieg gebraucht:
  • No One Can Say they Didn't See it Coming: In 2001, FEMA warned that a hurricane striking New Orleans was one of the three most likely disasters in the U.S. But the Bush administration cut New Orleans flood control funding by 44 percent to pay for the Iraq war.
  • Anatomy of an unnatural disaster: With FEMA gutted for Homeland Security and flood projects delayed for lack of funding, the New Orleans nightmare should surprise no one

Schwitzfigur zum Kleben

Der Merkel-Ferkel-Aufkleber

1.9.05

Marode Infrastruktur

Die Berliner Zeitung berichtet über die marode Infrastruktur der USA:

Gemeint war damit die ungenügende Pflege der Dämme, die New Orleans vor den umliegenden Wassermassen schützen sollten, und das gewaltige, aber altertümliche Pumpensystem, das gerade dann ausfiel, als es am nötigsten gebraucht wurde. Das aber konnte niemanden überraschen, denn die Pumpen können nur arbeiten, wenn sie selber nicht überschwemmt werden. Da die meisten aber an den tiefsten Punkten von New Orleans stehen, wurden sie als erstes ein Opfer der in die Straßen stürzenden Wassermassen. Hinzu kam der Totalausfall der Stromversorgung.

Erst jüngst konnte die Welt verfolgen, in welch lamentablem Zustand sich die vor bald 20 Jahren in Dienst gestellte Raumfährenflotte der USA befindet. Die Präsidentenwahl 2000 deckte die Unfähigkeit der Amerikaner auf, die mit absonderlichen Maschinen abgegebenen Wählerstimmen korrekt zu erfassen. Zugfahrten sind in den USA bis auf wenige, besonders geförderte Strecken ein gefährliches Abenteuer. Das Telefonsystem ist Jahre hinter den europäischen und japanischen Standards zurück.

Man könnte noch weitere Beispiele hinzufügen: die USA kennen immer noch keine Überweisungen von Konto zu Konto (daher auch der Begriff "paycheck"), Strom fällt öfter aus, Diesel-Kraftstoff gibt es nur an wenigen Stellen und in minderwertiger Qualität, GSM-Handynetze und DSL gibt es kaum, "Häuser" sind meistens genagelte Bretterbuden, die beim ersten "Sturm" auseinanderfallen, und krankenversichert ist man über den Arbeitgeber, also nur solange ein Arbeitsplatz vorhanden ist.

Nachtrag:

  • Telepolis über die amerikanischen Bretterbuden
  • Verivox über fehlende Raffinerien

Teurer Saft

Zum Weinen: Entwicklung der Benzinpreise seit 1950

31.8.05

Merck-David

Artikel aus dem Texas Lawyer über den Rechtsanwalt Mark Lanier, der mit einer kleinen Firma gegen 4 grosse Anwaltsfirmen ein $253 Millionen-Urteil erkämpfte.

Teurer Krieg

Der Krieg im Irak kostet schon mehr als der Krieg in Vietnam, meldet der SPIEGEL.

30.8.05

Erdgasklau

Auch Erdgas lässt sich stehlen. Leider nicht sehr unauffällig.

27.8.05

Krankheitsverschleppung durch Praxisgebühr

Laut der Nationalen Armutskonferenz verzichten einkommensschwache Menschen nach der Einführung der Praxisgebühr auf fast jeden fünften Arztbesuch, meldet der STERN. Die Folge:

Die Zahl der Konsultationen ist bei Personen mit einem Einkommen unter 1000 Euro um 19 Prozent zurückgegangen, bei Bürgern mit einem Einkommen über 3000 Euro aber nur um acht Prozent, sagte der Gesundheitsspezialist der Konferenz, Gerhard Trabert. Folge unbehandelter Erkrankungen ist etwa ein vermehrte Zahl von Lungenentzündungen und eine steigende Tuberkuloserate.

Gesundheitsministerin Schmidt ist dies vermutlich egal, da sie damit angeben kann, dass (zunächst) die Ausgaben der Krankenkassen gesunken sind. Später wird's teurer - nämlich wenn die Leute so richtig krank werden.

26.8.05

Gefährlicher Metronom

Ein aktiver Metronom löste ein Bombenalarm aus, meldet die Berliner Morgenpost. Sprengstoffexperten des LKA gelang es, die Höllenmaschine mit einem Handgriff unschädlich zu machen.

24.8.05

Heuschreckeninterview

Interview in der Welt mit dem Chef der Firma Grohe, für den 20% Umsatzrendite noch nicht genug sind.

20.8.05

Weniger Klingeltonwerbung

Musiksender schränken Klingeltonwerbung ein, meldet der SPIEGEL. Das grösste Ärgernis dieses Jahrzehnts dürfte damit bald zu Ende sein.

Wahrsager

Artikel in der Welt - Raffinierte Trickser: Wahrsager nutzen die Eigenheiten der menschlichen Psyche geschickt aus.

19.8.05

FedEx Möbel

Jose Avila ist zwar Software-Entwickler, aber arm. Deshalb bastelte er sich seine Möbel aus gebrauchten FedEx Kartons. FedEx mag das nicht.

Vertraulich foltern

Rumsfeld und seine Kumpane versuchen mit bizarren Argumenten, weitere Folter-Bilder geheim zu halten, meldet Telepolis.

Unsichtbarer Aufschwung

Der Economist meint, dass es Deutschlands Wirtschaft besser geht, meldet die Welt.

16.8.05

Amerikaner zu anständig für Beate Uhse

Der Erotikhändler Beate Uhse zieht sich nach Verlusten aus dem US-Einzelhandelsgeschäft zurück, meldet die Welt. Die Begründung:
Der Konzern schaffe es derzeit nicht, in Zeitschriften Anzeigen zu schalten und Werbung zu machen. Deshalb gingen die Verkäufe zurück. "Was unter Bill Clinton ging, geht unter George Bush noch lange nicht", sagte Lindemann und führte die Rückbesinnung der Amerikaner auf konservative Werte als einen Grund für den Umsatzrückgang an.

15.8.05

13.8.05

Kanonenfutter wird knapp (2): Her mit den Leichentransportern!

Das Budget für "Überführung und Bestattung verstorbener Soldatinnen und Soldaten" wird nächstes Jahr um 35% erhöht, meldet der SPIEGEL.

Risiko Zwischenlandung

Details zu einem Zivilprozess von dem Kanadier Maher Arar, der in den USA bei einer Zwischenlandung festgenommen und nach Syrien verschleppt wurde, wo man ihn folterte. Eine Anwältin der U.S. Regierung erläutert, dass Reisende fast keine Rechte haben. (Telepolis, CBC News)

Geheime Geheimdienst-Erkenntnisse

Die geheime Anti-Terror-Einheit "Able Danger" des Pentagon hatte schon in 2000 ein Auge von Mohammed Atta und seine Komplizen. Wegen "Kompetenzgerangels" blieben deren Erkenntnisse allerdings ebenfalls geheim. (Berliner Zeitung, taz, Washington Post, New York Times)

12.8.05

Neuköllner Rektor gedankt

Der Rektor einer Neuköllner Schule, der im Februar öffentlich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass einige Schüler den "Ehrenmord" an Hatun Sürü begrüsst hatten, bekam nun angenehme Post vom Bundespräsidenten. (SPIEGEL, Berliner Morgenpost)

11.8.05

Heimvorteil

In New York wurden jahrelang Heimkinder als Versuchskaninchen verwendet.

Tu felix Bavaria!

In Bayern ist fast alles besser, meldet der SPIEGEL.

Das gestreifte Landei

Die zukünftige Kanzlerin Angela Merkel schafft es, in einer BamS "home story" lächerlich zu erscheinen.

10.8.05

Hartz IV Software Flop

PlusMinus über die Software-Pleite des Jahrhunderts.

Bürokratiewachstum

Die Welt meldet dass die Bürokratie in den letzten Jahren gut vorangeschritten ist:
55 Gesetze und 233 Rechtsverordnungen habe die Koalition in den Jahren 2003 und 2004 abgeschafft. In der gleichen Zeit seien jedoch 280 neue Gesetze und 903 Rechtsverordnungen verkündet worden. Zudem entstanden neue Behörden, wie die Bundesanstalt für Immobilienaufbau, mit insgesamt 14 000 Mitarbeitern.
Merkwürdigerweise findet sich diese Bundesanstalt für Immobilienaufbau nicht einmal bei Google. Ich habe bei der "Welt" nachgefragt.

9.8.05

Einheitsbrei im Radio

Die Berliner Zeitung erläutert: Wie kommt es eigentlich, dass in allen Radioprogrammen die selben Musiktitel laufen?
Weil die durchschnittliche Verweildauer bei einem Sender lediglich 20 Minuten beträgt, muss in dieser Zeit jedes Genre durchgenudelt werden, mit dem die Radiostation auf Hörerfang geht. Zwei Balladen hintereinander? Zu viele Sängerinnen in zu kurzer Zeit? Mensch und Computer wissen das zu verhindern. Der Begriff "Formatradio" kommt eben nicht daher, dass der Sender Format hat, sondern von dem Wort "formatieren".

Mini-Rezension: The Machinist

Ein Typ kann seit einem Jahr nicht schlafen. Es geschehen nach und nach unheimliche Dinge in seinem Leben.

Bis auf die Auflösung hat mir der Film gut gefallen, weil die Bilder selbst so unheimlich sind. Wer sich über die Filme "Angel Heart" oder "Fight Club" geärgert hat, sollte sich diesen Film nicht anschauen, oder nur die Auflösung lesen.

Hassprediger mit zwei Stimmen

Report Mainz über den Hassprediger Said Khobaib Sadat, der zum Frieden aufruft - wenn die Kamera zu sehen ist. Ohne Kamera kamen andere Worte:

Wir müssen unseren Glauben gegen die Ungläubigen verteidigen, auch wenn wir dafür als Märtyrer sterben. Fürchtet den Tod nicht meine Brüder.

Heute müssen wir den Islam alle gemeinsam gegen feindliche Kräfte verteidigen – mit allen Mitteln, sogar mit dem Tod.

8.8.05

Deutsche Biergarten-Dirndl müssen nicht anständiger werden

Im Gegensatz zu dem US-Bundesstaat Alabama, dem US-Fernsehen, Cheerleader in Texas, Lastwagenfahrer in Texas, Kinder in US-Kindergärten, Daimler-Chrysler-Mitarbeitern in Indiana, US-Urinproben, PC-Tastaturen und Paris Hilton müssen Bedienungen in deutschen Biergärten nicht anständiger werden, sondern dürfen im Sommer auch weiterhin Kleidung mit viel Dekolleté tragen. (Lechz!) Verkündet von der deutschen Regionalvertretung der EU-Kommission und gemeldet von der beck-aktuell-Redaktion.

6.8.05

Mini-Rezension: Birth

Heute die DVD Birth ausgeliehen. Ein 10-Jähriger Junge behauptet die Reinkarnation des Ehemannes einer Witwe (gespielt durch Nicole Kidman) zu sein. Der Film ist eher langweilig, und wer das Ende wissen will schaut auf Moviepooper.com.

Auf der DVD ist nur ein undeutliches Foto von Nicole Kidman. Der Grund ist wohl, dass sie mit einer schlecht sitzenden Kurzhaar-Perrücke auftritt, und deshalb völlig unscheinbar aussieht.

5.8.05

Teure Kündigungswelle

Die Sächsische Zeitung über eine teure Kündigungswelle bei der Sparkasse Riesa-Großenhain:
Gerichtsverfahren gegen die eigenen Angestellten haben der Kreissparkasse Riesa-Großenhain Ausgaben von rund einer Million Euro beschert. (...) Ein Großteil der Mitarbeiter klagte gegen den Rauswurf. Mit Erfolg. Von mindestens 172 Klagen verlor die Sparkasse bisher 160 Verfahren.

Ärzte-Kinder

Heute gingen viele Berliner Ärzte auf die Strasse für bessere Arbeitsbedingungen. Einige hatten ihre Kinder dabei, und die trugen T-Shirts mit der Aufschrift
MEIN PAPA ARBEITET IMMER

Namensvorschlag

Axel Springer AG übernimmt die ProSiebenSat.1 Media AG. Namensvorschläge:
  • BildWeltPro7Sat1Kabel1N24 AG
  • BILD AG
  • EinheitsMedia AG
  • MonoMedia AG
  • MegaMedia AG
  • AxelMedia AG
  • Friede Springer AG

Versprechen, Versprechen

Die Union verspricht natürlich, Bürokratie abzubauen.

4.8.05

"Die 12 Geschworenen", Version 2.0

law.com berichtet über ein Strafverfahren im Staat New York. Frederick Douglas Credle stand vor Gericht wegen Ladendiebstahl, ihm drohten bis zu sieben Jahre Gefängnis. Die 12 Geschworenen kamen zurück mit dem Urteil "Schuldig". Routinemäßig wurden die Geschworenen einzeln befragt. Geschworener Nr. 1 verkündete "Schuldig". Geschworene Nr. 2 verkündete "Unschuldig". Nachdem sich das Erstaunen gelegt hatte, gab ein Blick in die Strafprozessordnung das weitere Vorgehen vor. Die Geschworenen wurden zurück zur Beratung geschickt. Stunden später waren 9 für Freispruch, 2 für Verurteilung, und einer unentschlossen. Die Geschworenen fragten den Richter nach der Definition von "berechtigte Zweifel" und bekamen sie. Nach zwei weiteren Stunden waren sich die Geschworenen einig: Freispruch. Die Beweise der Staatsanwaltschaft waren lediglich dass Credle im Laden gewesen war, und diesen hastig verlassen hatte. Die gestohlenen Sachen, DVDs und Videospiele, wurden nicht gefunden.

Innenminister für vorbeugende Haft

Nach Verteidigungsminister Peter Struck, Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Finanzminister Hans Eichel zeigt trotz nachlassender Hitze nun auch Bundesinnenminister Otto Schily Zeichen der Unzurechnungsfähigkeit: er hält Sicherungshaft auch ohne konkreten Verdacht einer Beteiligung an einer Straftat für überlegenswert, auch wenn die Fakten nicht einmal für die Einleitung von Ermittlungsverfahren ausreichen.

3.8.05

Lügen schwer zu erkennen

Telepolis über wie schwer es ist zu erkennen ob jemand lügt:
In einer Versuchsreihe sollten 627 Fachleute erkennen, ob Personen auf dem Videoschirm die Wahrheit über ihre persönlichen Überzeugungen zu gesellschaftlich kontroversen Themen äußerten oder nicht. Die Trefferquote erwies sich als eher mickrig. Die Gruppe der normalen Polizisten und Sheriffs erkannte nur in 51 Prozent der Fälle, ob jemand sich an die Wahrheit hielt, bei den Richtern waren es durchschnittlich 62 Prozent und nur eine kleine Gruppe von FBI- und CIA-Ermittlern kam auf 73 Prozent. Die klinischen Psychologen kamen immerhin auf 65 Prozent, während die akademischen Psychologen bei durchschnittlich nur 58 Prozent lagen.
(50% entspricht dem Zufall!).

29.7.05

Super-Donnerstag

Was für ein großartiger Donnerstag:
  • Der unfähige Jürgen Schrempp tritt endlich zurück - Aktien steigen umgehend um 10%
  • Luciano Pavarotti am Arbeitsplatz gehört
  • In der U-Bahn erzählte ein Mann aus Kongo stolz von seinen zwei Frauen, und zeigte Fotos
  • Im U-Bahn-Eingang sang eine Sopranistin, und zwar gut

28.7.05

BR gibt Retusche zu

Der Bayrische Rundfunk gibt jetzt zu, dass auf der Homepage retuschiert wurde, hat das Foto entfernt, und bedauert den Vorfall. Es soll ein freier Mitarbeiter gewesen sein.

27.7.05

Titel-Foto in der Berliner Zeitung war retuschiert

Eine Mitarbeiterin der Bildredaktion der Berliner Zeitung hat meine Anfrage beantwortet und bestätigt, dass das Merkel Titel-Foto von gestern (26.7.2005) retuschiert wurde. Sie meinte, sie (und nur sie) sei der Ansicht gewesen, es sei irgendwie höflich, den Fleck der eventuellen zukünftigen Kanzlerin zu entfernen.

Ich selbst meine, Angela Merkel ist genauso wie ihr "Parteivater" Helmut Kohl eine optisch peinliche Figur. Merkel bleibt Merkel, egal ob sie ein Designerkleid kauft oder etwas von C&A. Manche Politikerinnen haben Glamour (z.B. Julia Timoschenko aus der Ukraine), andere nicht. Es ist nicht die Aufgabe einer Tageszeitung, Politiker besser aussehen zu lassen, nur weil sie demnächst an die Macht kommen.

Update (Danke an Mathias Schindler für den Link):
Der DJV fordert klar: Bearbeitete Fotos sind zu kennzeichnen.

Spott und Lob für Merkel

Die Financial Times spottet: Merkel trägt die FTD-Farbe.

Die Berliner Zeitung lobt Merkel's Designerin:
kameraverlässliche Materialien, die auch in ernster Lage die Form beibehalten, fließende Hosenstoffe, die die Trägerin größer und schlanker wirken lassen, taillierte Schnitte, die die Silhouette günstig formen.
Genau das gilt aber nicht für Merkel: ihr Oberteil ist zerknittert, unter den Achselhöhlen sind Reste von Körperflüssigkeiten zu sehen, an der linken Schulter ist das Oberteil zu hoch, an der rechten Schulter zu weit. Grausig.

26.7.05

Hat Berliner Zeitung auch retuschiert?

Nach den Berichten über mögliche Schweisshindernde Retuschierarbeiten fiel mir auf, dass das Merkel-Schwitzen auf dem Titel-Bild der Berliner Zeitung nicht zu sehen ist obwohl sie winkt. Wurde also retuschiert? Und falls ja, wann, wo und von wem? Ich habe angefragt.

Schwitzen wegretuschiert?

Dem SPIEGEL und dem Stern ist aufgefallen, dass auf der Homepage vom Bayrischen Rundfunk keine Schweiss-Spuren bei Merkel zu sehen sind:


Bei der Süddeutschen Zeitung aber schon:

Ist Merkel eine Schwitzfigur?

Nicht nur Katzen, auch zukünftige Kanzlerinnen schwitzen:



Deswegen ist sie oben herum so zerknittert:

Alexander Falk und die PR

Artikel der taz über die Verteidigung von Alexander Falk: Seine Rechtsanwälte verteidigen ihn innerhalb des Gerichtssaales, Ex-Bild Chef Hans-Hermann Tiedje (WMP Eurocom) übernimmt den Job außerhalb.

23.7.05

Finanzminister erträumt 3,6 Milliarden Euro

Nach Verteidigungsminister Peter Struck und Gesundheitsministerin Ulla Schmidt gibt es auch beim Finanzminister Hans Eichel ein erstes Zeichen von Unzurechnungsfähigkeit: FOCUS berichtet, er erwarte für dieses Jahr 3,6 Milliarden Euro mehr als die amtliche Steuerschätzung, und das obwohl die Steuerschätzungen in den vergangenen Jahren stets zu optimistisch waren.

21.7.05

Bundespräsident kommt schnell zur Sache

Bundespräsident Köhler muss man einfach mögen, denn wo andere lange herum schwafeln, kommt er schon zu Beginn seiner Rede zur Sache:
Liebe Mitbürgerinnen und Mitbürger, ich habe heute den 15. Deutschen Bundestag aufgelöst und Neuwahlen für den 18. September angesetzt.
Sofort folgt eine akkurate Einschätzung der Lage:
Die Haushalte des Bundes und der Länder sind in einer nie da gewesenen, kritischen Lage. Die bestehende föderale Ordnung ist überholt. Wir haben zu wenig Kinder, und wir werden immer älter. Und wir müssen uns im weltweiten, scharfen Wettbewerb behaupten.
Besonders die Bemerkung dass die föderale Ordnung überholt sei, finde ich beachtenswert. Allzuoft geschieht nämlich nichts, weil etwas "Ländersache" sei. Deshalb sind z.B. die Bayerischen Schüler bei PISA besser als die Berliner.

Die Krawatte von Tony Blair sitzt schief

18.7.05

Cargo-Kalle meldet sich zurück

Die Welt berichtet über Carl von Gablenz, dem grandios gescheiterten Gründer der Cargolifter AG, der wohl immer noch nicht genug hat. Sein neues Unternehmen, die CL CargoLifter GmbH & Co. KGaA, soll ein Keim einer deutschen Luftschiff-Industrie werden und zunächst ein Netzwerk in der Branche bilden. Aha. Wenigstens macht er diesmal keine zu konkreten Versprechen.

17.7.05

Die zweigeteilte Mehrwertsteuer (II)

Nach Kontraste verrät die Welt weitere absurde Details über die zweigeteilte Mehrwertsteuer:
Auf einen Apfel werden sieben Prozent aufgeschlagen, auf Apfelsaft dagegen 16 Prozent. Ein Hamburger bei McDonald's am Tisch wird höher besteuert als im Außer-Haus-Verkauf.

16.7.05

Fonds-Anteile noch günstiger

Erst nach und nach wird es in den Medien bekannt, dass man Fonds-Anteile über die Börse(n) noch günstiger als mit den Rabatten der Discount-Broker bekommt. Artikel in der Welt. Mein Tipp: Kurs bei OnVista suchen (Fonds-Namen, dann "Kursübersicht"), und mit Taschenrechner die Kosten ausrechnen die beim Broker anfallen, und mit dem Ausgabekurs abzüglich Rabatt vergleichen. An der Börse werden übrigens auch Fonds gehandelt, für die es bei manchen Discount-Brokern gar kein Rabatt gibt.

14.7.05

Schwitzen Katzen?

Gelesen hatte ich es, und gestern endlich erlebt: Ja, Katzen können schwitzen. Katze1 hatte gestern beim Tierarzt rötlich leuchtende, nasse Pfötchen, vermutlich durch den Transport in der Hitze. Auf dem Behandlungstisch leistete Katze1 dann ausnahmsweise keinen Widerstand gegen Thermometer, Spritze und einer fluoreszierenden Flüssigkeit ins Auge.

Guantanamo das Vorbild von Abu Ghureib

Ohne Beweisfotos ist Bestreiten und Verschweigen leicht. Mit Beweisfotos nicht mehr. So war es für Guantanamo: es hiess immer, dort laufe alles nach Vorschrift. Und in Abu Ghureib habe es nur "Einzelfälle" gegeben. Nun stellt sich heraus: Guantanamo soll das Folter-Vorbild für Abu Ghureib gewesen sein (SPIEGEL Meldung mit Fragezeichen im Titel, Washington Post Artikel ohne Fragezeichen im Titel).

12.7.05

Schuldenfreundin Ulla Schmidt

Nach Verteidigungsminister Struck zeigt nun auch Gesundheitsministerin Ulla Schmidt erste Zeichen von Unzurechnungsfähigkeit: sie wirft einigen gesetzlichen Krankenkassen vor, ihre Schulden zu schnell abgebaut zu haben. Bei einer solchen Einstellung ist es kein Wunder, dass die Staatsschulden immer höher werden.

11.7.05

Arbeitsbedingungen in der US-Computerspielindustrie

ea_spouse, die Partnerin eines Software-Entwicklers der Computerspiel-Firma Electronic Arts, beklagt sich, dass ihr Mann bis zu 80 Stunden pro Woche arbeiten müsse, und keine Überstunden oder Zusatzurlaub bekomme. Diese Überstunden seien nicht "ausnahmsweise" wegen Terminproblemen angesetzt - sie waren von der Führung von vornherein eingeplant, um die maximal mögliche Arbeitskraft aus den Mitarbeitern herauszuholen.

10.7.05

Anklage wegen "Ehrenmord"

Die Staatsanwaltschaft Berlin hat Anklage gegen drei mutmasslichen "Ehrenmörder" von Hatun Sürücü erhoben. Der Mord war seinerzeit bei Neuköllner Schüler auf Zustimmung gestossen.

Update: Die Berliner Zeitung berichtet am 12.7 recht ausführlich.

9.7.05

Oskar der Bescheidene

Laut SPIEGEL bekommt Oskar Lafontaine ohne Gegenleistung monatlich 5000€ vom Axel Springer Verlag - aus einem Vertrag als BILD-Kolumnist, obwohl seit seiner Kanditatur keine BILD-Kolumnen mehr gefordert werden. Auf das Springer-Geld möchte Oskar jedoch nicht verzichten, und besteht auf Vertragserfüllung. Und BILD wird nun zähneknirschend zum Lafontaine-Sponsor. Und "irgendwie" wird der - laut Lafontaine nicht öffentliche - Vertrag bekannt.

Margret Müller, Ex-Ehefrau #2, wurde 1999 in der Welt zitiert: Auf den Geldtöpfen hat er schon immer gern gesessen.

8.7.05

Bush mit Fahrrad-Unfall

Wegen des Anschlages in London ging die Nachricht unter, dass George W. Bush (mal wieder) einen Fahrrad-Unfall hatte:
Wie vor 13 ½ Monaten hatte es geregnet, als Bush die weitläufige Parkanlage des Luxushotels Gleneagles nutzte, um - wie Präsidentensprecher Scott McClellan sagte -"recht schnell" in die Pedalen zu treten. Und wie vor 13 ½ Monaten hatte
Bush offensichtlich die Glitschigkeit des Bodens nicht bedacht. Jedenfalls kam er ins Rutschen und schlitterte schnurstracks in einen britischen Polizisten, der zu Fuß im Park unterwegs war.
Bush trug ein Helm. Er hatte schon öfter Probleme, zum Beispiel mit einem Segway und einer Brezel.

Teure Taxifahrt

Gestern schaute ich "mal so", was die Aktien machen, und stellte fest dass sie stark gefallen waren. Bevor ich den Grund recherchieren konnte, bekam ich einen Anruf, und der erste Satz war in etwa Die beiden sind im Hotelzimmer und unverletzt. Wie bitte? So erfuhr ich erstmals über den Anschlag.

Zwei Verwandten waren nämlich gestern in London als Touristen und hatten gut ausgeschlafen. Abends hatten sie allerdings einen Termin mit ihrem Flieger. Aufgrund der Ereignisse war der "Stansted-Express" gesperrt, und so entschieden sie sich, mit dem Taxi zum Flughafen Stansted zu fahren. Die Fahrt kostete 100 Pfund, also etwa 150 Euro. Der flexible friend machte es möglich.

4.7.05

Lafontaine ausnahmsweise für Folter

Auf dem Bundesparteitag der WASG hat Lafontaine laut Berliner Zeitung den Folterer Wolfgang Daschner verteidigt. Mir war Lafontaine schon in den 90ern suspekt, als er das Presserecht im Saarland verschärfte, im Zusammenhang mit der Berichterstattung über die angebliche Rotlichtaffäre. Die Berliner Zeitung erinnert sich auch daran, und analysiert: Nicht nur in der Sprache manifestiert sich die Nähe des WASG-Spitzenkandidaten zur Rechten
Man muss kein Linker sein, um das ausnahmslose Verbot der Folter in einem Rechtsstaat zu verteidigen. Aber wer - wie soeben wieder Lafontaine - im Namen des Rechtsstaats die Folter in Ausnahmefällen verteidigt, ist ganz gewiss kein Linker. Man muss kein Linker sein, um die Pressefreiheit als conditio sine qua non der Demokratie zu begreifen. Aber wer - wie in den 90er Jahren der damalige saarländische Ministerpräsident Lafontaine - zur Bekämpfung des "Schweinejournalismus" (Lafontaine) das Presserecht verschärft, ist ebenfalls bestimmt kein Linker.
Mehr unschönes findet sich in seinem Wikipedia-Eintrag, der im Rahmen des Wahlkampfs besonders gut gepflegt wird.

3.7.05

Von der Stewardess zur "Saftschubse"

Die Welt am Sonntag beschreibt, wie aus der einst glamourösen Stewardess heute eine unscheinbare Mitarbeiterin wurde.

Ich kann dem nur zustimmen. Das einzig Positive an einem Flug ist die kostenlose Lektüre des Handelsblatts.

2.7.05

Der schlaue Hans

Dem SPIEGEL ist aufgefallen, dass der 0,9% Krankenkassen-Sonderbeitrag nicht nur die Arbeitgeber entlastet, sondern ihnen zusätzlichen Gewinne produziert - wodurch ein zusätzliches Steueraufkommen entsteht. Die bekommt Hans. Und keiner hat's gemerkt.