31.7.10

Goldman Sachs Mitarbeiter müssen anständiger werden

Nachdem nun Schultänze in Wisconsin, Taliban, Strafgefangene in Florida, Messe-Hostessen, der US-Bundesstaat Alabama, das US-Fernsehen, Cheerleader in Texas, Lastwagenfahrer in Texas, Kinder in US-Kindergärten, Daimler-Chrysler-Mitarbeitern in Indiana, US-Urinproben, PC-Tastaturen und Paris Hilton anständig geworden sind, sind nun die Mitarbeiter von Goldman Sachs dran (Die Welt). Sie sollen nicht mehr in e-mails fluchen. Nicht verboten ist aber, die eigenen Kunde zu verarschen (siehe hier), denn offiziell würde Goldman Sachs sowas ja ohnehin niiiiiiie tun (Spiegel).

Rohstoff-Schutzgelder

Aus der Bertelsmann-Ecke (Capital) kommt ausnahmsweise eine richtig gute Analyse: ein Artikel beschreibt, wie Investment-Banken wie Goldman-Sachs & co nicht nur mit Rohstoffen spekulieren, selbst Lagerhäuser betreiben, sondern gleichzeitig ihren Unternehmenskunden Absicherungsinstrumente gegen eben die Auswirkungen dieser Spekulationen verkaufen:
Den Banken erschließt das Geschäft mit Öl, Kupfer, Aluminium oder Weizen und Kakao gleich eine ganze Reihe lukrativer Ertragsquellen. Schließlich bieten die Häuser ihren Kunden traditionell auch Absicherungsgeschäfte gegen Preisschwankungen an. Die Ironie: Es sind die Banken selbst, die durch ihre Spekulationsgeschäfte die Preise immer schwankungsanfälliger machen.
Das ist im Grunde nichts anderes als wenn die Mafia ein paar Brandsätze gegen Restaurants wirft, und gleichzeitig Sicherheitsdienste verkauft.

Offiziell verbreiten solche Banken natürlich die alte Leier: "wir spekulieren nicht gegen unsere Kunden". (Konkret Goldman-Sachs: "Wir würden nie jemanden vorsätzlich hintergehen, ganz sicher nicht unsere Klienten oder Gegenparteien")

Gegen Spekulation habe ich im Grunde nichts. Aber auf beiden Seiten zu arbeiten ist leicht unethisch, klingt nach Marktmanipulation, und schadet der Gesamtwirtschaft.

Update 1.8.2011: Goldman Sachs betreibt 1/4 aller Lagerhäuser für Aluminium. Merkwürdigerweise geht die Ware langsamer raus als rein, und so steigen die Preise. (Reuter)

30.7.10

26.7.10

Kreative Telefontarife bei Ventelo 01040

Wer mit Ventelo 01040 z.B. jetzt gleich nach Australien telefonieren will, zahlt für ein Ziel im Festnetz über 1 Euro, für ein Ziel im Mobilfunknetz dagegen knapp 5 cent pro Minute. (Stand 26.7.2010 23:14)

Bug report (4): ImageMagick and bitonal "old style" JPEG files

ImageMagick convert.exe corrupts grey "old style" JPEG compressed TIFF files when rotating and doesn't deliver nonzero error code.

Update: bug confirmed a few hours later and partially fixed the next day in version 6.6.3-1. (file still corrupted, but at least there's an error code now)

Update 16.9.2010: now its really fixed in version 6.6.4-3. And they fixed a crash, too.

25.7.10

Bug report (3): TrueCrypt 7

TrueCrypt 7 goes BSOD on standby on Windows 7 64bit. Downgrading (which means decrypting, deinstalling, reinstalling, encrypt) to TrueCrypt 6.3a solves the problem.

Update 7.9.2010: They never came back to me on my bug report, and the version log mentions a slightly different bug (BSOD on hibernation) but the freshly released TrueCrypt 7.0a fixes my bug.

24.7.10

Vorausseilender Gehorsam

  1. Der RBB verzichtet auf Berufung in einem (zunächst verlorenen) Prozess der öffentlichkeitsscheuer ehemaliger Stasi-Spitzel angestrengt hat. Benedict Maria Mülder, der Autor des RBB-Beitrages und freier Journalist, hat cojones und gewinnt. (Tagesspiegel)
  2. Der WDR hat seit über 30 Jahren einen Film über Günter Wallraff im "Giftschrank", obwohl keine Klage droht. (SPIEGEL) Der WDR ist, was vorauseilender Gehorsam betrifft, ohnehin einschlägig bekannt.

    Nachtrag 7.8.2010: Sperre aufgehoben (SPIEGEL)

18.7.10

Knapp vorbei...

In Indonesien haben die Muslime bisher "in Richtung Somalia oder Kenya gebetet" anstatt nach Mekka. Laut Chefmuslim Cholil Ridwan habe Allah die Gebete zwar demnoch gehört, aber nun sollen die Gläubigen künftig "die Richtung leicht ändern". (Reuters)

17.7.10

14.7.10

Bug report (2): perl Date::Manip UnixDate

Date::Manip Unixdate fails on strawberry perl: "Not an ARRAY reference". (rt.cpan.org)

Update: not really a bug, rather a poor reporting of an incomplete install of the dependent packages (e.g. YAML).

10.7.10

Festplatte belüftet

Zu heisse Festplatten sind gerade in diesen Tagen eine grosse Gefahr, also muss eine Kühlung her, da die PC-Gehäuse meist nicht genug durchdacht sind. Schon vor Jahren hatte ich im vorherigen PC einen Lüfter von Conrad eingebaut, der jedoch so laut war, dass ich ihn abgestöpselt habe wenn die Tage wieder erträglich waren.

Im Vorgriff auf heisse Tage hatte ich schon vor Monaten nach einer Alternative gesucht, und wurde fündig, nämlich nach einem langsamen Festplattenlüfter.

Der Scythe Ita Kaze ist super leise (weil nur 1000 UpM), hat durch das schlaue Design den Lüfter in der maximal möglichen 3 1/2 Zoll Grösse, und lässt sich direkt an einen 3pin Anschluss stöpseln. Ohne Lüfter ging die HD-Temperatur bedrohlich in Richtung 50°, mit dem alten lauten Lüfter auf 35°, und diesem hier 40° (Zimmertemperatur 27°), oder 41° (Zimmertemperatur 30°), oder 42° (Zimmertemperatur 31°), oder 43° (Zimmertemperatur 32°) - also immer noch akzeptabel. Der Einbau direkt unter einer Festplatte war bei mir nicht möglich, ich habe ihn statt dessen einfach auf dem freien Platz "eine Etage tiefer" befestigt.

2.7.10

Grafik entstaubt

Zimmertemperatur: 30°

GPU Temperatur während Video: 85°
Lüfter: 100%

Grafikkarte (Nvidia GeForce GT220) ausgebaut, Staub rausgeblasen, wieder eingebaut -

GPU Temperatur während Video: 65°
Lüfter: 89%

Lüftersteuerung auf Werksautomatik gestellt -

GPU Temperatur während Video: 72°
Lüfter: 64%

Ein guter Anfang :-)

Vielleicht kaufe ich mir aber doch irgendwann eine passiv gekühlte Karte, ein Umbau der bestehenden auf Passiv könnte wieder mühsam sein.

Nachtrag 9.1.2011:
Zimmertemperatur: 24°. GPU Temperatur ohne Video vorher: 73°. Nach entstauben: 67°. Lüfter: 52%. Mit Video Lüfter auf 55%, Temperatur gleich.