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11.11.12

Hier parkt der Bär


20.2.12

Schilderwald

Fotografiert in Poysdorf in Österreich, 7km vor der Grenze zur Tschechischen Republik.


17.8.09

Neues Wort (24)

Hass-Brenner: Bezeichnung für Kriminelle einer selbsternannten "linken" Szene, die in Berlin Autos der Oberklasse anzünden, in der Hoffnung die Besitzer solcher Autos aus "ihren" Bezirken zu vertreiben oder abzuschrecken. (Tatsächlich führen solche "Aktionen" nur zu noch mehr Polizeistaat) Der Begriff stammt anscheinend vom Berliner Kurier, einem Unterschichtenblatt Boulevardblatt, und wird vermutlich schon seit Januar 2008 verwendet. Ich selbst würde den Begriff "Neid-Brandstifter" bevorzugen. Und ich wette, dass viele der nicht erwischten Täter in 10-20 Jahren selbst stolz solche Autos fahren werden...

Nachtrag 18.8.2009: Neid ist unpolitisch: Es sind doch nicht nur "linke" (taz).

Nachtrag 31.12.2009: einer der Neider gab der taz ein Interview.

7.1.09

Lincoln Town Car: aussen Hui, innen Pfui

Eines der schönsten Autos in den USA ist das Lincoln Town Car von Ford, hierzulande nur als "Stretch-Limo" zu sehen, und ansonsten gar nicht. Der wahre Grund ist wohl, dass Deutsche Käufer eben nicht nur auf die äußere Schönheit achten, sondern auch auf Technik und Innenaustattung - aus dem gleichen Grund hat auch Chrysler Probleme den Crossfire und den PT Cruiser hierzulande zu verkaufen. Und bei inneren Werten sieht es mager aus: die Automatik ist aus den 80ern, ein eingebautes Navigationssystem gibt es nicht, die Höchstgeschwindigkeit ist 180 km/h, und die Anzeige ist einfach nur albern. (Stern, mit Bildern)

Nacxhtrag 21.1.2012: Das Town Car wird endgültig eingestellt. Schade. (FTD)

29.12.07

Grüne Plakette ganz gross

grüne Plakette

Deutlich sichtbar ist sie ja, die grüne Plakette dieses lindgrünen VW Lupo für die Umweltzone. Allerdings verlangt die "Verordnung zum Erlass und zur Änderung von Vorschriften über die Kennzeichnung emissionsarmer Kraftfahrzeuge" dass die Plakette deutlich sichtbar auf der Innenseite der Windschutzscheibe anzubringen sei. Ob das mal gut geht?

20.10.07

Beschleunigt unterwegs

Wenn man einen Mietwagen bestellt, bekommt man manchmal einen besseren. Und so war ich neulich in einem Mercedes SL 350 Roadster unterwegs.

Angenehm:
  • Unglaubliche Beschleunigung. Und weil das so schön ist, braucht es Selbstkontrolle um irgendwann (nach sehr wenigen Sekunden) vom Gas zu gehen um die erlaubte Höchstgeschwindigkeit einzuhalten;
  • Super Sound. Das Geräusch beim starken Beschleunigen hat Formel-1-Qualität. Ganz besonders gut zu hören wenn man das Verdeck auf hat;
  • Bremse mit "Hold" Funktion: wenn man an der Ampel kurz nochmal draufdrückt, bleibt die Bremse "aktiv" bis man wieder Gas gibt;
  • DVD Player (Bild wird allerdings während der Fahrt abgeschaltet, damit sich der Fahrer auf das Verkehrsgeschehen konzentrieren kann, anstelle z.B. durch Luciano Pavarotti abgelenkt zu werden).
Skurril:
  • Durch den hohen Aufmerksamkeitsfaktor/Angeberfaktor versuchen oft andere Verkehrsteilnehmer, "Ampel-Rennen" zu fahren, d.h. zu testen ob deren Beschleunigung noch höher ist. (sie ist es nicht)
Unangenehm:
  • Der SL ist zwar weniger eng als der SLK, den ich mal vor einigen Jahren gemietet hatte. Demnoch bleibt der Nachteil, dass man nicht ohne Verrenkungen ein- oder aussteigen kann. Auch kann man den Sitz nicht genug nach hinten schieben, es ist jedoch nicht so unangemehm wie im SLK;
  • Durch die "niedrige" Befestigung des Sicherheitsgurtes am Sitz "schneidet" dieser die Schulter, was Schmerzen zur Folge hat;
  • Rückspiegel nicht automatisch abblendbar;
  • Uhr mit Digitalanzeige;
  • Keine optische Einparkhilfe hinten, sondern nur akustisch; im Handbuch steht das allerdings anders.
Fazit: Für ein paar Tage wirklich supergeil.

4.8.07

Finanzinvestor lässt anschreiben

Peinlich, peinlich. Dass Finanzinvestoren auf Kredit kaufen, ist bekannt - aber dass der Verkäufer Kredit geben soll? Der Finanzinvestor Cerberus kauft Chrysler, leiht sich dafür aber das Geld teilweise von Daimler-Chrysler. Angeblich zu "marktüblichen" Konditionen. Somit ist Daimler-Chrysler auch noch finanziell darauf angewiesen, dass Chrysler in den nächsten 7 Jahren erfolgreich ist, sonst ist das Geld weg. (Die Welt)

1.8.07

Hier fährt der Bär

Teddy am Steuer

(Gefunden bei den Blitzerfotos der Polizei Brandenburg)

3.7.07

Geländegurke

Bei manchen Urteilen ist es bedauerlich, dass die Namen der Parteien nicht verraten werden. Ein ungenannter Geländewagen erweist sich als totale Fehlkonstruktion: das Urteil erwähnt eine deutlich verzögerte Beschleunigung bei 140 km/h und bemängelt zehn Sekunden zwischen Gangwechsel und weiterer Beschleunigung, sowie Bocken und Vibrieren bei Erreichen der Höchstgeschwindigkeit von 174 km/h aufgrund einer automatischen Abregelung. Das Vorgängermodell hatte diese "Features" noch nicht. Der unglückliche Käufer gewann den Prozess. (OLG Karlsruhe, Az.: 9 U 239/06)

Eine Google Suche nach Autos, die bei 174 km/h abgeregelt sind, findet diesen Artikel, allerdings von 2003, so dass nicht mit Sicherheit gesagt werden kann, ob es sich um dieses Fahrzeug handelt. Außerdem ist dort von einem Vierstufen-Automatikgetriebe die Rede, im Urteil dagegen von einem Dreigang-Automatikgetriebe. Ich meine aber, dass das Urteil in den Punkt falsch ist, da Automatic-Getriebe heutzutage nicht mehr nur drei Gänge haben. Von der Marke her macht es aber Sinn, da sie in Deutschland kaum verkauft wird, und der Hersteller womöglich nicht daran gedacht hat, sein Produkt in einem Schnellfahrerland zu testen.

20.5.07

Krümel für Chrysler

Wirklich verstanden hatte ich es nie, warum die Daimler-Chrysler-Ehe nicht funktionierte. Allerdings hatte ich mich auch noch nie in ein Chrysler gesetzt - es hatte sich einfach nicht ergeben. Der Stern hats getan - und stellte fest, dass Chrysler von Daimler sozusagen nur die Krümel abgekam. Der Chrysler Crossfire sah zwar von Aussen schön aus, die Innenausstattung war aber veraltet; Gleiches galt für den von aussen super aussehenden PT Cruiser. Motoren wurden gar teilweise von Mitsubishi, Hyundai und VW gekauft statt von Daimler, oder es gab nur die Technik der vorherigen Modellreihe.

21.1.07

Hummer Probesitzen am Ballermann

Aufgrund einer aufdringlichen Werbung im Klassik-Radio bin ich heute zur Eröffnung vom Autohaus Kroymanns, mit dem Ziel mich mal in ein Hummer oder ein Cadillac zu setzen. Schon am Eingang tönte laute Musik, jedoch von RTL Radio. Eine Besucherin sprach von "Ballermann Musik". Offenbar werden wohl nicht so sehr Freunde der klassischen Musik als Kunde gesucht, sondern Schlagerfans.

Das Ziel war leicht gefunden - ein HUMMER H2 stand fast am Eingang:
Nach etwas Wartezeit konnte ich probesitzen. Ein wirklich bequemes Auto. Es gibt ordenlich Platz zwischen Fahrer und Beifahrer, die Sitze sind angenehm, und es gibt zwei Becherhalter. Die Automatik-Schaltung ist in der Form des Kerosinhebels bei Flugzeugen. Das passt gut, da die Werbung in den letzten Jahren die Wörter "Triebwerk" und "Cockpit" für Autos verwendet.

Daneben standen auch zwei HUMMER H3. Die waren etwas kleiner, und ohne den coolen Hebel, sondern alles eher durchschnittlich. Auch war das Probesitzen nicht so beeindruckend. Ein Blick auf das Preisschild zeigte, dass der H3 nicht so sehr eine Weiterentwicklung des H2 ist, sondern die Sparversion: ein H2 kostet 80.000, ein H3 dagegen "nur" 50.000.

Das nächste Ziel waren die Cadillacs. Hier ein CADILLAC ESCALADE:

Man sitzt zwar ganz bequem drin, aber das Auto selbst ist im Grunde hässlich. Nach Jahren der weltweiten Abrundung im Design versucht offenbar dieser Autohersteller, wieder Kanten einzubauen. Der Schalthebel der Automatik ist am Lenkrad, wie ich es bisher nur von amerikanischen Filmen kannte.

Der Rest des Besuches war eher uninteressant. Was ich jedoch noch suchte, war die mir bisher unbekannte Marke SsangYong. Ich fand einige Exemplare ganz zum Schluss meines Besuchs, die auf mich keinen besonderen Eindruck machten - schon das Logo auf dem Lenkrad (das irgendwie an die Zange einer Languste erinnert) schreckt ab.

Was bei allen Autos dieses Autohauses, in denen ich gesessen habe, etwas enttäuschend ist, ist dass die Scheiben nie funktionierten und offen waren, und die Sitzverstellung teilweise nicht. Zweites ist wichtig, da man sonst nicht "richtig" sitzt. Erstes ist wichtig, um den "Ruhe-Effekt" zu erleben, wenn sich die Türen schliessen. Vor Jahren machte dies Mercedes zum Thema einer Werbung, vor dem Hintergrund eines lauten Basars. Auch ärgerlich ist, wenn es beim Schliessen der Türen nicht "Wupp" macht, sondern "Klapper".

Ich wollte gehen - leider regnete es draussen. Also noch einmal angenehm Probesitzen im H2 und im Cadillac. Danach hatte der Regen aufgehört.

Draussen stand ein HUMMER H1, von der Miet-Firma Yellow Hummer. Bei dem H1 war der militärische Ursprung noch deutlich zu sehen. Probesitzen war leider nicht möglich - aber von aussen wirkte er im Inneren etwas eng, die Sitze waren schmaler, dafür der Zwischenraum zwischen den Sitzen grösser.

Nachtrag 22.3.2009: der niederländische Mutterkonzern der Autohandelskette Kroymans ist pleite. (Tagesspiegel)

15.1.07

Sarah Wiener ohne TÜV unterwegs?

Die entzückende Sarah Wiener hat derzeit eine Kochsendung auf ARTE, in der sie in einem roten VW Käfer durch Frankreich reist und diverse Spezialitäten nachkocht, um dann von einer lokalen Jury bewertet zu werden. Merkwürdig ist allerdings, dass etwas auf beiden Nummernschildern zu fehlen scheint:


(Beide Aufnahmen aus der ersten Folge: "Die Schwarzen Trüffel", in der Drône)

Da Sarah Wiener wohl kaum illegal fahren wird, vermute ich dass sie entweder nicht wirklich mit diesem Auto unterwegs ist, sondern dass hier kurze Fahrten inszeniert werden; oder dass das Auto in Wirklichkeit französische Nummernschilder hat, und hier nur für die Kamera kurz mit den Berliner Nummernschildern gefilmt wird.

23.10.06

Sport ist kein Komfort

Für eine Wochendfahrt habe ich mir ein E220 gemietet, denn Mercedes fahren ist einfach schön. Zum ersten Mal in vielen Jahren gab es ein "Avantgarde" Modell (und nicht wie sonst "Classic" oder "Elegance"). Der Unterschied ist leider deutlich: die Federung ist härter (Avantgarde beinhaltet leider ein Sportfahrwerk), das Lenkrad ist schwer zu bedienen, und tendiert nach rechts. Ich verstehe ohnehin nicht den Sinn des Sportfahrwerks: wer Mercedes fährt, ist im Grunde genommen einer, der es zuerst bequem haben will. Wer es sportlich will, der fährt BMW oder gar Porsche, zur Not tut's aber auch ein SLK. (Einkommen vorausgesetzt)

Auch die Autovermietung ist nicht mehr so "Klasse" wie früher: das Fahrzeug war bereits 36000 km gefahren, und beim Starten kam eine Meldung "Service A seit 7834 km fällig". Der Diesel war durch die kältere Jahreszeit anfänglich deutlich zu hören - man fühlt sich wie im Taxi.

Trotzdem ist Mercedes fahren dank vieler Details unübertroffen. Dank Automatic ist man an der Ampel immer "erster", und Staus sind weniger nervend; die drei Spiegel zeigen so viel, dass man sie gar nicht einstellen muß; die Sitze sind wie für einem geschaffen; das Parktronic warnt, bevor man Mist baut; der Kofferraum ist riesig; mit dem Tempomat lassen sich Fahrten durch Baustellen gut überstehen. Und trotz der Rechtsneigung war das Auto auch bei 230 km/h sicher zu steuern.