31.8.05

Merck-David

Artikel aus dem Texas Lawyer über den Rechtsanwalt Mark Lanier, der mit einer kleinen Firma gegen 4 grosse Anwaltsfirmen ein $253 Millionen-Urteil erkämpfte.

Teurer Krieg

Der Krieg im Irak kostet schon mehr als der Krieg in Vietnam, meldet der SPIEGEL.

30.8.05

Erdgasklau

Auch Erdgas lässt sich stehlen. Leider nicht sehr unauffällig.

27.8.05

Krankheitsverschleppung durch Praxisgebühr

Laut der Nationalen Armutskonferenz verzichten einkommensschwache Menschen nach der Einführung der Praxisgebühr auf fast jeden fünften Arztbesuch, meldet der STERN. Die Folge:

Die Zahl der Konsultationen ist bei Personen mit einem Einkommen unter 1000 Euro um 19 Prozent zurückgegangen, bei Bürgern mit einem Einkommen über 3000 Euro aber nur um acht Prozent, sagte der Gesundheitsspezialist der Konferenz, Gerhard Trabert. Folge unbehandelter Erkrankungen ist etwa ein vermehrte Zahl von Lungenentzündungen und eine steigende Tuberkuloserate.

Gesundheitsministerin Schmidt ist dies vermutlich egal, da sie damit angeben kann, dass (zunächst) die Ausgaben der Krankenkassen gesunken sind. Später wird's teurer - nämlich wenn die Leute so richtig krank werden.

26.8.05

Gefährlicher Metronom

Ein aktiver Metronom löste ein Bombenalarm aus, meldet die Berliner Morgenpost. Sprengstoffexperten des LKA gelang es, die Höllenmaschine mit einem Handgriff unschädlich zu machen.

24.8.05

Heuschreckeninterview

Interview in der Welt mit dem Chef der Firma Grohe, für den 20% Umsatzrendite noch nicht genug sind.

20.8.05

Weniger Klingeltonwerbung

Musiksender schränken Klingeltonwerbung ein, meldet der SPIEGEL. Das grösste Ärgernis dieses Jahrzehnts dürfte damit bald zu Ende sein.

Wahrsager

Artikel in der Welt - Raffinierte Trickser: Wahrsager nutzen die Eigenheiten der menschlichen Psyche geschickt aus.

19.8.05

FedEx Möbel

Jose Avila ist zwar Software-Entwickler, aber arm. Deshalb bastelte er sich seine Möbel aus gebrauchten FedEx Kartons. FedEx mag das nicht.

Vertraulich foltern

Rumsfeld und seine Kumpane versuchen mit bizarren Argumenten, weitere Folter-Bilder geheim zu halten, meldet Telepolis.

Unsichtbarer Aufschwung

Der Economist meint, dass es Deutschlands Wirtschaft besser geht, meldet die Welt.

16.8.05

Amerikaner zu anständig für Beate Uhse

Der Erotikhändler Beate Uhse zieht sich nach Verlusten aus dem US-Einzelhandelsgeschäft zurück, meldet die Welt. Die Begründung:
Der Konzern schaffe es derzeit nicht, in Zeitschriften Anzeigen zu schalten und Werbung zu machen. Deshalb gingen die Verkäufe zurück. "Was unter Bill Clinton ging, geht unter George Bush noch lange nicht", sagte Lindemann und führte die Rückbesinnung der Amerikaner auf konservative Werte als einen Grund für den Umsatzrückgang an.

13.8.05

Kanonenfutter wird knapp (2): Her mit den Leichentransportern!

Das Budget für "Überführung und Bestattung verstorbener Soldatinnen und Soldaten" wird nächstes Jahr um 35% erhöht, meldet der SPIEGEL.

Risiko Zwischenlandung

Details zu einem Zivilprozess von dem Kanadier Maher Arar, der in den USA bei einer Zwischenlandung festgenommen und nach Syrien verschleppt wurde, wo man ihn folterte. Eine Anwältin der U.S. Regierung erläutert, dass Reisende fast keine Rechte haben. (Telepolis, CBC News)

Geheime Geheimdienst-Erkenntnisse

Die geheime Anti-Terror-Einheit "Able Danger" des Pentagon hatte schon in 2000 ein Auge von Mohammed Atta und seine Komplizen. Wegen "Kompetenzgerangels" blieben deren Erkenntnisse allerdings ebenfalls geheim. (Berliner Zeitung, taz, Washington Post, New York Times)

12.8.05

Neuköllner Rektor gedankt

Der Rektor einer Neuköllner Schule, der im Februar öffentlich darauf aufmerksam gemacht hatte, dass einige Schüler den "Ehrenmord" an Hatun Sürü begrüsst hatten, bekam nun angenehme Post vom Bundespräsidenten. (SPIEGEL, Berliner Morgenpost)

11.8.05

Heimvorteil

In New York wurden jahrelang Heimkinder als Versuchskaninchen verwendet.

Tu felix Bavaria!

In Bayern ist fast alles besser, meldet der SPIEGEL.

Das gestreifte Landei

Die zukünftige Kanzlerin Angela Merkel schafft es, in einer BamS "home story" lächerlich zu erscheinen.

10.8.05

Hartz IV Software Flop

PlusMinus über die Software-Pleite des Jahrhunderts.

Bürokratiewachstum

Die Welt meldet dass die Bürokratie in den letzten Jahren gut vorangeschritten ist:
55 Gesetze und 233 Rechtsverordnungen habe die Koalition in den Jahren 2003 und 2004 abgeschafft. In der gleichen Zeit seien jedoch 280 neue Gesetze und 903 Rechtsverordnungen verkündet worden. Zudem entstanden neue Behörden, wie die Bundesanstalt für Immobilienaufbau, mit insgesamt 14 000 Mitarbeitern.
Merkwürdigerweise findet sich diese Bundesanstalt für Immobilienaufbau nicht einmal bei Google. Ich habe bei der "Welt" nachgefragt.

9.8.05

Einheitsbrei im Radio

Die Berliner Zeitung erläutert: Wie kommt es eigentlich, dass in allen Radioprogrammen die selben Musiktitel laufen?
Weil die durchschnittliche Verweildauer bei einem Sender lediglich 20 Minuten beträgt, muss in dieser Zeit jedes Genre durchgenudelt werden, mit dem die Radiostation auf Hörerfang geht. Zwei Balladen hintereinander? Zu viele Sängerinnen in zu kurzer Zeit? Mensch und Computer wissen das zu verhindern. Der Begriff "Formatradio" kommt eben nicht daher, dass der Sender Format hat, sondern von dem Wort "formatieren".

Mini-Rezension: The Machinist

Ein Typ kann seit einem Jahr nicht schlafen. Es geschehen nach und nach unheimliche Dinge in seinem Leben.

Bis auf die Auflösung hat mir der Film gut gefallen, weil die Bilder selbst so unheimlich sind. Wer sich über die Filme "Angel Heart" oder "Fight Club" geärgert hat, sollte sich diesen Film nicht anschauen, oder nur die Auflösung lesen.

Hassprediger mit zwei Stimmen

Report Mainz über den Hassprediger Said Khobaib Sadat, der zum Frieden aufruft - wenn die Kamera zu sehen ist. Ohne Kamera kamen andere Worte:

Wir müssen unseren Glauben gegen die Ungläubigen verteidigen, auch wenn wir dafür als Märtyrer sterben. Fürchtet den Tod nicht meine Brüder.

Heute müssen wir den Islam alle gemeinsam gegen feindliche Kräfte verteidigen – mit allen Mitteln, sogar mit dem Tod.

8.8.05

Deutsche Biergarten-Dirndl müssen nicht anständiger werden

Im Gegensatz zu dem US-Bundesstaat Alabama, dem US-Fernsehen, Cheerleader in Texas, Lastwagenfahrer in Texas, Kinder in US-Kindergärten, Daimler-Chrysler-Mitarbeitern in Indiana, US-Urinproben, PC-Tastaturen und Paris Hilton müssen Bedienungen in deutschen Biergärten nicht anständiger werden, sondern dürfen im Sommer auch weiterhin Kleidung mit viel Dekolleté tragen. (Lechz!) Verkündet von der deutschen Regionalvertretung der EU-Kommission und gemeldet von der beck-aktuell-Redaktion.

6.8.05

Mini-Rezension: Birth

Heute die DVD Birth ausgeliehen. Ein 10-Jähriger Junge behauptet die Reinkarnation des Ehemannes einer Witwe (gespielt durch Nicole Kidman) zu sein. Der Film ist eher langweilig, und wer das Ende wissen will schaut auf Moviepooper.com.

Auf der DVD ist nur ein undeutliches Foto von Nicole Kidman. Der Grund ist wohl, dass sie mit einer schlecht sitzenden Kurzhaar-Perrücke auftritt, und deshalb völlig unscheinbar aussieht.

5.8.05

Teure Kündigungswelle

Die Sächsische Zeitung über eine teure Kündigungswelle bei der Sparkasse Riesa-Großenhain:
Gerichtsverfahren gegen die eigenen Angestellten haben der Kreissparkasse Riesa-Großenhain Ausgaben von rund einer Million Euro beschert. (...) Ein Großteil der Mitarbeiter klagte gegen den Rauswurf. Mit Erfolg. Von mindestens 172 Klagen verlor die Sparkasse bisher 160 Verfahren.

Ärzte-Kinder

Heute gingen viele Berliner Ärzte auf die Strasse für bessere Arbeitsbedingungen. Einige hatten ihre Kinder dabei, und die trugen T-Shirts mit der Aufschrift
MEIN PAPA ARBEITET IMMER

Namensvorschlag

Axel Springer AG übernimmt die ProSiebenSat.1 Media AG. Namensvorschläge:
  • BildWeltPro7Sat1Kabel1N24 AG
  • BILD AG
  • EinheitsMedia AG
  • MonoMedia AG
  • MegaMedia AG
  • AxelMedia AG
  • Friede Springer AG

Versprechen, Versprechen

Die Union verspricht natürlich, Bürokratie abzubauen.

4.8.05

"Die 12 Geschworenen", Version 2.0

law.com berichtet über ein Strafverfahren im Staat New York. Frederick Douglas Credle stand vor Gericht wegen Ladendiebstahl, ihm drohten bis zu sieben Jahre Gefängnis. Die 12 Geschworenen kamen zurück mit dem Urteil "Schuldig". Routinemäßig wurden die Geschworenen einzeln befragt. Geschworener Nr. 1 verkündete "Schuldig". Geschworene Nr. 2 verkündete "Unschuldig". Nachdem sich das Erstaunen gelegt hatte, gab ein Blick in die Strafprozessordnung das weitere Vorgehen vor. Die Geschworenen wurden zurück zur Beratung geschickt. Stunden später waren 9 für Freispruch, 2 für Verurteilung, und einer unentschlossen. Die Geschworenen fragten den Richter nach der Definition von "berechtigte Zweifel" und bekamen sie. Nach zwei weiteren Stunden waren sich die Geschworenen einig: Freispruch. Die Beweise der Staatsanwaltschaft waren lediglich dass Credle im Laden gewesen war, und diesen hastig verlassen hatte. Die gestohlenen Sachen, DVDs und Videospiele, wurden nicht gefunden.

Innenminister für vorbeugende Haft

Nach Verteidigungsminister Peter Struck, Gesundheitsministerin Ulla Schmidt und Finanzminister Hans Eichel zeigt trotz nachlassender Hitze nun auch Bundesinnenminister Otto Schily Zeichen der Unzurechnungsfähigkeit: er hält Sicherungshaft auch ohne konkreten Verdacht einer Beteiligung an einer Straftat für überlegenswert, auch wenn die Fakten nicht einmal für die Einleitung von Ermittlungsverfahren ausreichen.

3.8.05

Lügen schwer zu erkennen

Telepolis über wie schwer es ist zu erkennen ob jemand lügt:
In einer Versuchsreihe sollten 627 Fachleute erkennen, ob Personen auf dem Videoschirm die Wahrheit über ihre persönlichen Überzeugungen zu gesellschaftlich kontroversen Themen äußerten oder nicht. Die Trefferquote erwies sich als eher mickrig. Die Gruppe der normalen Polizisten und Sheriffs erkannte nur in 51 Prozent der Fälle, ob jemand sich an die Wahrheit hielt, bei den Richtern waren es durchschnittlich 62 Prozent und nur eine kleine Gruppe von FBI- und CIA-Ermittlern kam auf 73 Prozent. Die klinischen Psychologen kamen immerhin auf 65 Prozent, während die akademischen Psychologen bei durchschnittlich nur 58 Prozent lagen.
(50% entspricht dem Zufall!).