26.4.12

Gegenwind für Jauch (2)

Moderator und "Winzer" Günther Jauch hat nicht nur seinen "eigenen" Wein nicht erkannt, sondern ihn auch noch abgewertet. (FR) Daraus folgen zwei Dinge: 1) der Respekt ihm gegenüber schwindet, dass ihm eine solche Falle gestellt wurde, 2) er war nicht schlau genug zu ahnen, dass ihm eines Tages "sein" Produkt angeboten würde.

20.4.12

Gema ./. Youtube: gewonnen oder auch nicht

Spiegel Online: YouTube darf Musiktitel im Netz lassen
Welt Online: Die Betreiber der Video-Plattform müssen diverse Musiktitel aus ihrem Programm nehmen

Ich tippe darauf, dass Welt Online richtig liegt. Im Artikel steht, dass 7 von 12 Titel entfernt werden müssten, was darauf hindeutet, dass der Autor des Artikels genau zugehört bzw. gelesen hat.

(Generell erlebt man oft, dass bei "developing stories" viel Unfug berichtet wird)

Nachtrag 30min später: Spiegel Online hat die Meldung korrigiert, und behauptet "Dies war die falsche Information einer Nachrichtenagentur."

Nachtrag Abend: BILDblog berichtet auch

13.4.12

Vorsicht vor Mond-Nazis!

Gestern abend habe ich mir aufgrund dieser Kritik und dieses Interview den Film "Iron Sky" im Kino angesehen. Und es hat sich gelohnt. Es ist eine Mischung aus Science-Fiction, Steampunk-Technologie, Polit-Comedy, und natürlich Explosionen. Die Nazis sind witzig in ihrer Dummheit, die Amerikaner aber viel noch mehr. Die US-Präsidentin ist eine Parodie von Sarah Palin. Überhaupt gibt es viele Witze über die USA-Politik, weswegen ich glaube dass der Film dort weniger erfolgreich sein wird als hier. Einziger leichter Negativ-Punkt ist dass die Präsidentin-Schauspielerin nicht so gut in der Rolle aufgeht obwohl sie super Dialoge hat - man hätte lieber Tina Fey nehmen sollen. Der absolute Knaller ist dagegen Peta Sergeant, die Darstellerin der völlig überdrehten Wahlkampfassistentin "Vivian Wagner".

3.4.12

Can't beat the feeling

Margot Honecker trinkt Coca-Cola:


(Aus der ARD Reportage Der Sturz. Besseres Bild hier)

22.3.12

Die Eismann Story 2.0

Vor einigen Tagen lief die "revidierte" Fassung der "Eismann Story" im WDR. Die erste Fassung hatte mich seinerzeit sehr erschüttert. Die kritisierte Firma hatte sich sowohl in Internet als auch gerichtlich gewehrt. Laut der 2.0 Sendung wurde eine Klage in erster Instanz abgewiesen. Weitere Details finde ich nicht.

Auf der Eismann-Website wird behauptet, dass der WDR eine Unterlassungserklärung unterschrieben habe:
04.11.2011
WDR gibt zu, dass Teile der Inhalte der Sendung “Die eismann-Story” faktisch falsch sind und gibt für diese Punkte eine Unterlassungserklärung ab. Entscheidend ist, was die Mitarbeiter sagen.
Aber: worum es bei der Unterlassungserklärung ging, blieb bis 21.3 offen. Ich vermute, die Parteien haben sich geeinigt. Eine Anfrage blieb unbeantwortet, oder kam aus technischen Gründen nie an.

Eismann beschuldigt einen Geschäftsführer der Versicherungsagentur diverser Dinge. Ich selbst fand seine Aussagen in der Reportage gar nicht sooo bedeutend.

Mich hatten bei der ersten Ausstrahlung zwei Punkte besonders beeindruckt, die auch in der Wiederholung nicht revidiert wurden:
  1. Bei Rücknahme der Ware: das, was nicht Teil des aktuellen Sortiments ist, wird nicht zurückgenommen. (Bestätigt) Für mich wirkt das so, als würde dem Handelsvertreter das unternehmerische Risiko aufgebürdet. Denn: es sind ja wohl naturgemäss eher die hochpreisigen Produkte, die sich evtl. nicht rentieren und gestoppt werden, während Klassiker (also z.B. eine italienische Pfannengemüse-Mischung) sicherlich auf Dauer gut laufen. Laut deren Website will Eismann "nach Verbesserungsmöglichkeiten suchen". Warum nicht früher?
  2. Die überraschende Kündigung von Handelsvertretern obwohl sie erfolgreich waren. Den in der Sendung vorgestellten Fällen wurde auf der Website (anscheinend) nicht widersprochen. Dadurch entsteht - zu Recht oder zu Unrecht - der Eindruck, dass die Firma dadurch erneut über die "Einstandsvereinbarung" kassieren kann. (Eismann bestreitet dies und meint u.a. sowas wäre "zutiefst unmoralisch" falls es stimmen würde). Demnoch denke ich, dass es sich sehr wohl für Eismann lohnen würde, Handelsvertretern zu kündigen, wenn Nachrücker da sind. Und "unmoralisch" ist nicht unbedingt illegal. Umgekehrt finde ich nichts, dass ein Handelsvertreter bei Ausstieg oder Kündigung Geld bekommt, wenn er zusätzliche Stammkunden akquiriert hat.
Ich kaufe jedenfalls meine Tiefkühlware weiterhin bei Aldi und Reichelt (Edeka). Letztere haben eine "gut und günstig" italienische Pfannengemüsemischung deren gute Qualität mich positiv überrascht hat.

    13.3.12

    Bug report (11): java install abort

    Today I tried to install Java 7 on an XP professional PC of another guy to run one of my applications. After confirming the first dialogbox, the install program always aborted without an error message. Updating MSIExec didn't help, cleaning the registry didn't help, google didn't help. The same happened with Java 6, but not with Java 5. However I needed at least Java 6.

    After hours of unsuccessful trying, including running MSIExec with logging, a surprisingly simple solution worked: running the install with the silent option ("/s"). WTF?!

    12.3.12

    Gegenwind für Jauch

    Sendungen mit dem Immobilieninvestor, Winzer, Werbeikone, Schertz-Mandant und Sportreporter Günther Jauch vermeide ich aus Prinzip  so oft es geht, hauptsächlich deswegen, deswegen, deswegen, deswegen und deswegen. Seine aktuelle ARD-Sendung hatte ich bislang noch nie geschaut.

    Ausnahme: Die Sendung von gestern habe ich mir aufgrund von diesem Artikel inzwischen mit Hilfe vom Mediathek Viewer nachgeladen (oder direkt hier), angeschaut, und es lohnt sich:
    • 15:36 Henning Scherf zu Jauch: "Sie müssen auch mal selbstkritisch fragen was Sie im Jahr verdienen, Sie verdienen das Vielfache von dem was die Bundeskanzlerin verdient und halten das für gerecht". Jauch sagt er hätte sich dazu noch nie geäußert und nie beklagt, und erteilt Ines Pohl das Wort.
    • 54:55 Ines Pohl erwähnt dass auch über Jauch nicht immer nett berichtet wird. Jauch tut ahnungslos. Bodo Ramelow erwähnt die Michael Born Geschichte. Jauch versucht schnell das Thema zu wechseln.

    20.2.12

    Schilderwald

    Fotografiert in Poysdorf in Österreich, 7km vor der Grenze zur Tschechischen Republik.


    8.2.12

    Kanonenfutter wird knapp (17): Her mit den Seidenhöschen!

    Für seine Kriege muss Friedensnobelpreisträger Obama seine Soldaten mit Explosionssicheren Unterhosen versorgen, damit sie nach einem Attentat auch noch Nachwuchs zeugen können. Die Genitalpanzer sind aus engmaschiger Seide. Sowas zu bestellen ist aber verboten, weil der Rostoff nicht aus den USA ist. (FTD)

    14.1.12

    Bürstkatz

    Beim Aufräumen habe ich eine unbenutzte Haarbürste entdeckt, die für mich nichts taugt. Also an die Wand geklebt, und Kater 2 hat Freude ohne Ende:





    Auch Kühe bürsten sich gerne selbst:

    6.1.12

    bug report (10): Netbeans

    Manchmal dauert es etwas länger: Zwei von mir gemeldete Fehler aus Netbeans 6.9 sind in dem vor kurzem erschienenen Netbeans 7.1 endlich behoben:
    In Netbeans 7.0 und 7.01 war es noch nicht der Fall. Dafür ist nun ein neuer Fehler dazu gekommen, der dazu führt dass in bestimmen Fällen nach einem update die Einbindung von Spring nicht mehr funktioniert wenn man ohne maven arbeitet.

    23.12.11

    Stromberg bekommt "Stupid german money"

    Natürlich liebe ich die Serie "Stromberg". Die Idee in einen Stromberg Film zu investieren hörte sich also nur zu gut an, ich habs dann aber sein lassen. Ein Blick in die Bedingungen war nämlich nicht so schön:
    Der Produzent BRAINPOOL TV bietet den Fans als potentiellen Investoren an, einen Teil der Gesamtkosten des Films zu finanzieren. Im Gegenzug werden die Investoren an den Erlösen aus der Kinoauswertung des Films beteiligt.
    Häh? Kaum jemand geht heute noch ins Kino, und wenn doch, dann eher für Filme in denen "was passiert" und nicht in Subtiles wie "Stromberg". Was ist also mit DVD, Pay-TV, Free-TV, iTunes, Youtube, etc? Weitere "Vorteile" wie Nennung im Abspann, Premiere-Tickets, etc. haben wirtschaftlich kaum Wert.

    Auch erwirbt der "Investor" keinesfalls Anteile an dem Film sondern nur Anteile an irgendwas, was durch die französische (!) Firma "My Major Company" verwaltet wird.

    Die Bedingungen haben es auch in sich:
    Sollte das kalkulierte Produktionsbudget überschritten werden, wird die Erlösbeteiligung der Internetinvestoren im Verhältnis zu der Überschreitung des kalkulierten Produktionsbudgets reduziert.

    MMC weist hiermit ausdrücklich darauf hin und der Internetinvestor stimmt hiermit ausdrücklich zu, dass im Falle der Produktion und Kinoveröffentlichung des Films

    - die gemäß den vorstehenden Regelungen an den Internetinvestor auszuschüttenden Gewinne nicht zusätzlich zu seinem für den Erwerb des Anteils gezahlten Beitrags ausgeschüttet werden, sondern anstelle des Beitrags;


    - es deswegen sein kann, dass der an den Internetinvestor tatsächlich ausgeschüttete Gewinn ggfs. niedriger ist als der ursprünglich für den Erwerb des Anteils gezahlte Beitrag.
    Ein "Investor" würde sogar bei einer Million verkauften Kinokarten lediglich seinen Einsatz zurückbekommen. Natürlich wünsche ich den Investoren viel Glück, glaube aber nicht an deren finanziellen Erfolg.

    Irgendwelche Rechte, die Berechnungen des "Produktionsbudget" zu kontrollieren, finde ich nicht. Wäre es also möglich, Kosten dem Produktionsbudget zuzurechnen bis das Budget überschritten wird, und die "Investoren" immer weniger bekommen, ohne dass jemand protestieren kann? Muss der Film überhaupt ins Kino kommen?

    Produziert wird der Film übrigens nicht durch die "My Major Company", sondern durch die "BRAINPOOL TV GmbH". Praktisch: Der "Investor" hat also gar keine direkte Vertragsbeziehung zu BRAINPOOL. Und die Bedingungen sind auf der Seite einer dritten Firma, nämlich der "BRAINPOOL Artist & Content Services GmbH".

    Den Film werde ich mir trotzdem anschauen. Im Free-TV.

    Presserat gibt "Bild Online" einen Hinweis

    Aufgrund meiner Beschwerde hat der Presserat an Bild.de einen "Hinweis" gegeben, nämlich dass Spekulationen per Ferndiagnose, dass ein 16-jähriger Jungunternehmer psychisch krank sei, eine ethische Grenze überschritten habe. (BILDBlog hatte über den Fall auch berichtet)

    Das war es jetzt mit den Beschwerden. Weitere habe ich nicht gemacht. Die 100% Erfolgsquote ist mir fast unheimlich.

    Presserat gibt Oberhessischen Presse einen Hinweis

    Aufgrund meiner Beschwerde hat der Presserat der Oberhessischen Presse einen "Hinweis" gegeben, nämlich dass bei dem im August stattgefundenen Selbstmord von drei Mädchen im Wald die Selbstmordmethode nicht hätte erwähnt werden sollen. (Kein Link, da auch viele andere Medien noch immer die Methode erwähnen). Der Hinweis u.a.: "Je weniger Details zur Suizidmethode bekannt werden, desto weniger trägt die Berichterstattung bei gefährdeten Personen zu Nachahmungstaten bei".

    21.12.11

    Presserat missbilligt WELT Artikel

    Aufgrund meiner Beschwerde hat der Presserat diesen Artikel (ja ich linke drauf, der Schaden ist eh angerichtet) der WELT missbilligt, weil dort zwei angeklagte Deutsche mit vollem Namen genannt wurden. Ich hatte mich beschwert weil ich es merkwürdig fand, dass in Deutschland lebende Angeklagte anonymisiert werden, im Ausland lebende Deutsche jedoch nicht.

    Ich hatte dieses Jahr insgesamt drei Beschwerden abgeschickt, zwei davon laufen also noch: eine gegen Bild (Namensnennung eines mutmasslich psychisch kranken Jugendlichen, BILDBlog berichtete auch) und eine gegen die Oberhessische Presse (Berichterstattung des Selbstmordes von drei Mädchen mit dermassen viel Details dass es als Anleitung gelten könne).

    Update 11.1.2012: BILDblog berichtet nun auch. Mit genialem Titel :-)

    1.11.11

    Schlecht anonymisiert (8): der Trabrennbahnjokey

    Ein Mann soll seine Ehefrau erschossen haben. Er war ein sehr erfolgreicher Trabrennprofi (Ein Sport, der etwa so aufregend ist wie Synchronschwimmen oder Angeln). Der Tagesspiegel berichtet zurückhaltend, die B.Z. weniger (sie unterstellt dem Mordopfer diverse Dinge), sie kürzt zwar seinen Namen ("Bernd W.") ab, liefert aber ansonsten genug Details:
    Im Stefan-Kuntz-Rennen belegte er mit dem Wallach „...“ (5) den ... Platz. 
    Das besagte Rennen findet sich z.B. hier. Eine Suche nach dem Namen zeigt dass BILD.de diesen sogar im HTML source code hat.

    30.10.11

    Microsoft Office Professional saubillig

    Wer einen neuen PC kauft, bekommt das Angebot sich Microsoft Office Home für ca. 80 Euro zu kaufen. Die Professional Lizenz kostet bei Amazon sogar 359€.

    Wer bei bestimmten Arbeitgebern arbeitet, kann sich die Professional Lizenz sogar für 12,95 kaufen. Damit ist Microsoft fast wieder in den 90ern. Damals durfte man sich sogar ganz offiziell kostenlos eine Kopie zu Hause installieren. So um die Jahrtausendwende war aber damit Schluss; irgendwann habe ich mir dann Word und Excel 2000 gebraucht gekauft, und das funktionierte mit etwas Mühe sogar unter Windows 7. Beide Programme haben eigentlich seit 15 Jahren nichts Neues für Privatanwender gebracht.

    Aber bei 12,95 bin ich schwach geworden. Obwohl ich die "Ribbon" Oberfläche für eine saudämliche Idee halte. Angeblich seien die "Ribbons" einfacher für Leute die erstmalig diese Software benutzen. Das wären allerdings nur Jugendliche, Rentner und ältere Arbeitslose die man zu Office-Schulungen schickt um so die Arbeitslosen-Statistik zu verbessern - manchmal auch mehrfach. OpenOffice habe ich auch gelegentlich benutzt, aber die Kompatibilität ist leider nicht so gut, wie sie in der Propaganda dargestellt wird.

    28.10.11

    Brüssel: Vorratsdatenspeicherung mit der MOBIB Karte

    Was in London mit der Oyster Card geht, klappt in Brüssel erst recht, wie ich bei einem Besuch erkennen musste: Vorratsdatenspeicherung von Öffi-Nutzern mit Hilfe der MOBIB Karte. Die Karte speichert Fahrtberechtigungen sowohl in Form von Abos als auch von aufgeladenen Fahrten. Das ist praktisch, aber auch unheimlich.

    Im Gegensatz zu London ist eine anonyme Benutzung keinesfalls möglich, die Karte ist streng personengebunden. Man kann aber Leute einladen und deren Fahrten mit der Karte bezahlen, man muss aber immer dabei sein. Ein weiterer Unterschied ist dass der Ausgang nicht erfasst wird.

    Ich habe mir bei meinem Aufenthalt statt dessen eine 5er Karte gekauft, da Brüssel klein ist und ich viel zu Fuss unterwegs war. Die Karte ist anonym. Langsam habe ich den Eindruck, dass nur wir Deutsche in Europa voll paranoid sind die sehr realen Gefahren der Vorratsdatenspeicherung kapiert haben.

    Zum Glück gibt es Produkte, die bei jedem Belgien-Besuch alles wieder gut machen: Chimay, Kriek, Leffe, Côte d'Or. Yeah!

    12.10.11

    Neues Wort (34)

    Spezielle Kommunikationssysteme: Unterttitel der Firma Digitask, die Systeme zum Überwachen und Schnüffeln (und mehr) liefert, und deren Software nun von einem Opfer und dem CCC bloßgestellt wurde.

    30.9.11

    Amazon.de verkauft Zeitreise

    Amazon.de bietet jetzt auch Zeitreisen an: hier kann man ein Stück herunterladen, welches im Dezember erscheint.