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18.5.10

London: Speakers Corner


Speakers Corner im Hyde Park ist immer ganz lustig. Diesmal war es kein "The end is near" Typ, sondern ein Muslim. Soweit ich verstanden habe, wollte er dass es Schulen für Muslim-Jungs gibt, denn deren Bildung sei wichtiger falls es einen Krieg gibt. Wie immer war auch ein Betrunkener dabei, der dazwischen rief. Dieser hatte sogar seine Bierdose in der Hand. Während der Sprecher sein Zeug erzählte, rief der Betrunkene dazwischen:
We need more rollerskates!
Das gab allgemeines Gelächter. Etwas später erzählte der Sprecher, die Leute sollten bescheidener werden und nicht nur für ein neuen Mercedes arbeiten. Der Betrunkene rief dazwischen:
But I like Mercedes!
Erneut allgemeines Gelächter.

London: Museum Pool


Der Hotel-Pool im "Museum-Design".

Das war allerdings auch das Beste vom Grange City Hotel.

Gefrühstückt habe ich lieber draussen in einem PRET A MANGER Laden. Davon gibt es viele in London, und das Essen ist wirklich gut und bezahlbar (ca. 7 Pfund für Sandwich, Latte, Smoothie, Nachtisch und kostenlosen WiFi). Im Hotel hätte ein "Continental" Frühstück (kein Buffet) 23 Pfund gekostet und WiFi 12 Pfund für 24 Stunden. Für Mittags und Abends gibt es auch viele pubs (die nun langsam aussterben oder in Ketten einfliessen) in denen man essen, trinken und auf internet zugreifen kann.

London: Vorratsdatenspeicherung mit der Oyster Card

Ich war vor kurzem in London. Um günstig herumzukommen, besorgt man sich am besten eine Oyster Card (und nicht mehr die "off peak travel card" wie früher) Das ist eine prepaid-Karte, mit einigen netten Features, so zahlt man pro Tag niemals mehr als eine Tageskarte. Die Karte kann man mit Bargeld oder über Kreditkarte aufladen. Und man kann an Automaten anschauen, wie sie benutzt wurde:

Das da oben ist übrigens die Anzeige irgendeiner Frau, die vergessen hatte, am Automat CANCEL zu drücken nachdem sie sich ihren Status hatte anzeigen lassen. Ihr Lebensmittelpunkt ist wohl bei Maida Vale.

Aber es kommt noch besser. Man wird ermutigt, die Karte zu registrieren, denn dann könne man die Karte bei Verlust sperren. Auf dem Formular steht am Ende Folgendes:

(Wobei die Karte natürlich auch dann nicht mehr richtig anonym ist, wenn sie nicht registriert, aber mit Kreditkarte aufgeladen wird).

Für die berüchtigte Londoner Polizei ergeben sich also ganz neue Möglichkeiten: sie könnte zum Beispiel herausfinden, wann irgendjemand mit der "falschen" Gesinnung bzw. Hautfarbe ausser Haus ist, um dann in Ruhe einen Trojaner auf seinem PC zu installieren. Oder beim "touch in" bzw. "touch out" über die Überwachungskamera ein frame abspeichern, um immer aktuelle Fotos der Bürger zu haben.