Posts mit dem Label Wirtschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen
Posts mit dem Label Wirtschaft werden angezeigt. Alle Posts anzeigen

20.10.12

McDonalds und die "Helfende Hand" nerven

Machmal hole ich mir ein "Frühstück" bei McDonalds, d.h. ein Latte und ein McMuffin. Damit halte ich stundenlang durch. Kürzlich ergab sich in etwa folgender Dialog:
  • McD: Wollen Sie noch für 1 Euro die "Helfende Hand" für die Ronald McDonald Häuser kaufen? (Sie zeigt ein Stück Papier in der Form einer Hand)
  • TH: Nein, auf gar keinen Fall, sowas lehne ich aus Prinzip ab, habe aber keine Zeit das nun lange zu begründen
  • McD: Ich würde das aber schon gerne hören!
  • TH: Ich bin nicht bereit Geld zu geben für solche Aktionen, die letztendlich reine PR sind.
  • McD: Aber Sie wissen, diese Häuser gibt es wirklich?
  • TH: Ja, ich weiss dass das keine Fakes sind. Aber mir gefällt es nicht dass Konzerne versuchen, ihr Image durch solche PR-Aktionen zu verbessern.
  • McD: Na und? Das machen doch alle. Da ist doch nichts Schlechtes dabei.
  • TH: Nur weil "alle" etwas machen, muss man das nicht unbedingt mitmachen. Wiedersehen.
In sich habe ich nichts gegen das Konzept der "Ronald McDonald" Häuser, meines Wissens geht es darum, dass Eltern in der Nähe ihrer kranken Kindern übernachten können. Problematisch ist aber dass eine Firma mit schlechtem Ruf versucht diesen durch Wohltätigkeit auszugleichen. Wenn eine Firma spenden will, dann soll sie das einfach so im Stillen tun. Wenn eine Firma zuviel Geld hat, dann soll sie es den Aktionären ausschütten. Die können dann selbst entscheiden, ob sie es für Wohltätigkeit ausgeben oder nicht.

Wirklich überraschend war aber dass sich die Mitarbeiterin auf eine Diskussion einlassen wollte. Das hätte ich nicht erwartet; die Leute sind nicht gerade gut bezahlt.

13.10.12

Schlecht anonymisiert: der ex-FOCUS-Journalist

Die FTD berichtet über eine Verurteilung (nicht rechtskräftig) im Zusammenhang mit "scalping" (gemeint ist wohl eher "pump and dump") bei Aktien der Firma De Beira (wurde umbenannt in Panex Resources). Einer der Verurteilten, der Journalist Sascha Opel, wird immerhin namentlich erwähnt. Als "Drahtzieher" wird ein "Aly M." erwähnt. Über Google findet man seinen vollen Namen z.B. in der Wirtschaftswoche. Noch absurder ist aber ein nicht näher bezeichneter "Ex-Focus-Redakteur". Eine google Suche nach De Beira FOCUS findet sehr schnell einen SPIEGEL-Artikel mit seinem Namen, und eine Einschränkung auf site:focus.de findet sogar die beiden darin erwähnten FOCUS Artikel (1 und 2) in denen er die Aktie beworben hatte.

(Wobei mir ohnehin ein Rätsel ist wieso es Leute gibt, die FOCUS-Artikel als Grundlage für Entscheidungen nehmen)

12.8.12

Immobilie mit Sauna, oder auch zwei

Diese unfreiwillig komische Immobilien-Anzeige sah ich heute im Schaufenster einer Sparkasse:

"Dachgeschossdomizil mit Sauna im Haus" - das mit der Sauna glaube ich auch ohne Besichtigung, denn ich habe in meiner Studentenzeit zeitweise im 4ten Stock gewohnt (kostete damals nur ca. 120 DM im Monat!), nicht einmal "unterm Dach", da der Trend zum Dachausbau erst in den 90ern begann, aber schon das war seinerzeit im Sommer unangenehm.

10.8.12

Kampf der Einkaufszentren in Berlin-Steglitz

In Berlin-Steglitz gibt es nicht weit voneinander drei Einkaufszentren:
  • Forum Steglitz, mit dem Charme der 70er
  • Das Schloss, eröffnet 2009, sehr schöne Architektur
  • Boulevard Berlin, eröffnet 2012, etwas unübersichtlich, mit beeindruckender gläserner Aufzugsanlage und angeschlossenem Karstadt (den "Wertheim", der dort war, gibt es nicht mehr). Bei Lindner (früher bekannt als "Butter Lindner") habe ich heute sehr gut gegessen - solche Qualität und Auswahl kenne ich sonst nur von der Feinschmecker-Etage im KaDeWe.
Das kann nicht gut gehen. Man kauft nicht mehr ein, nur weil es mehr Einkaufszentren gibt. Immer mehr Leute kaufen in Internet. Entweder wird eines der Einkaufszentren eingehen (vermutlich das Forum Steglitz), oder alle drei werden dahin siechen. Ich bezweifle jedenfalls, dass Investoren viel Freude haben werden. Für die Kunden und den Bezirk Steglitz ist es allerdings zunächst gut, da nun noch mehr Auswahl ist.

Vor 6 Jahren hatte ich über den Kampf der Drogerien in Berlin-Schöneberg geschrieben. Damals gab es vier Drogerien rund um den Kaiser-Wilhelm-Platz; heute gibt es nur noch zwei.

12.5.12

Dumme Anleger für Facebook gesucht

Neulich in der FTD:
Das Interesse der institutionellen Anleger ist offenbar geringer als angenommen. Jetzt könnte die Stunde der Kleinanleger schlagen.
Die "Profis" wissen, dass mit Facebook kein Geld zu verdienen ist, zudem haben diverse Gruppen schon im Vorfeld Aktien gekauft. Also stellt man es als Glück hin, dass Privatanleger nun die überteuerten (KGV fast 100) Facebook-Aktien kaufen können, nach dem Motto "Gefällt mir". Wie sowas endet, kennt man aus Aktien wie der Deutschen Telekom. Übertrieben formuliert: Facebook könnte vielleicht das grösste "pump and dump scheme" der Aktiengeschichte werden.

Mal sehen, ob es gute "put" Optionsscheine geben wird...

24.8.11

Die zweigeteilte Mehrwertsteuer (7): Setzen, 19.

Wer seine Currywurst im Sitzen essen will, zahlt 19%, wer stehen bleibt dagegen nur 7%. (Welt)

Ich zahle 0%, weil: Currywurst lehne ich ab.

23.8.11

Fremdschämen für Josef Ackermann

Deutsche Bank Chef Josef Ackermann im Oktober 2008 (ddp):
Ich würde mich schämen, wenn wir in der Krise Staatsgeld annehmen würden.
Inzwischen wurde bekannt, dass die Deutsche Bank von den USA 66 Milliarden Dollar an Fed-Hilfskrediten bekommen haben soll. (FTD)

19.8.11

Bye bye HP

Es ist faszinierend, wie einst technologisch grossartige Firmen bergab gehen. So ist Westinghouse, der Gewinner des Stromkrieges (Tesla gegen Edison) im vorletzten Jahrhundert heutzutage in mehr Firmen zersplittert als wenn man ein Glas auf den Boden werfen würde. Ähnliches gilt für die (umstrittene aber seinerzeit technologisch spitzenmässige) Chemie-Firma Höchst. Die Firma IBM war in ihren besten Zeiten gehasst und geliebt wie heute Microsoft, und ist heute nur noch ein X-beliebiger Dienstleister (der aber immerhin ein Produkt das in den 70ern eher ungeliebt war, nun endlich einsetzt, nämlich "System R", das heutige DB2). IBM hat zwar den PC nicht erfunden, aber in den 80ern waren alle PCs "IBM Kompatibel". Heute produziert IBM keine PCs mehr, die Rechte wurden an eine Firma aus China verkauft.

Nun ist HP dran, eine frühere "großartige Amerikanische Firma". Alpha-Männchen Léo Apotheker, der vorher schon bei SAP keinen Erfolg hatte, hat nun die "Idee" das PC Geschäft auszulagern. (FTD)

Zu HP habe ich eine besondere Beziehung. Meine Mitschüler hatten damals (197x) entweder TI-Taschenrechner (TI war damals auch eine "großartige Amerikanische Firma") oder HP-Tachenrechner. HP-Taschenrechner waren was besonderes: anstelle "ganz normal" zu arbeiten mit Operatoren und Klammern und so, verwendete HP die umgekehrte Polnische Notation. Die war etwas merkwürdig, aber wenn man das Konzept verstanden hatte, war es genial. Also wurde vom ersten in den Ferien selbst verdienten Geld ein HP33C Taschenrechner besorgt. Programmierbar, mit 50 Einträgen. Kosten: ich glaube, etwa 250 Euro. Und nach dem Diebstahl ein zweiter. Irgendwo liegt der vermutlich noch herum. Irgendwann in den 80en brachte HP Laserdrucker auf den Markt: Gut aussehende Schreiben, kein Matrix-Scheiss. Jahre später: der HP Laserjet 4J war der erste für Privatleute bezahlbare - nicht schnell, aber das Ergebnis war gut. Ich kaufte dann den HP Laserjet 5J und der hielt 11 Jahre. Die HP Pavillon PCs waren auch nett. Nicht zu teuer, nettes Design, das Lüftungsproblem war gut gelöst, zwei inzwischen abgelöste stehen noch bei mir herum. Und zwei Monitore laufen noch heute, weil sie gute technische Qualität haben und einen schönen Standfuß - Zufriedenheit Total! Vor 2 Jahren, als ein neuer PC fällig war, war zu HP in online-shops nichts mehr Sinnvolles zu finden. Also Wechsel zu ACER, nichts besonderes, funktioniert aber problemlos, mehr aber auch nicht. Der Anfang vom Ende.

Nachtrag 22.9.2011: Léo Apotheker ist raus. (heise)

Nachtrag 28.10.2011: HP soll sein PC-Geschäft nun  doch behalten. (heise)

15.8.11

Nixon ist schuld

Dass die Goldbindung des Dollar irgendwann abgeschafft wurde, hatte ich mal gehört. Aber nicht, wer dies veranlasst hatte: der bekannte schlimme Finger Richard Nixon (Die Welt). Interessant ist auch die Bewertung der Ursache:
Nixon begründete den drastischen Schritt mit Spekulationen gegen die USA. In Wirklichkeit hatten sich die USA durch die Kriege in Korea und Vietnam finanziell überhoben und zu viele Dollar zur Kriegsfinanzierung in Umlauf gebracht.
Der Autor des Artikels, bzw. sein Titelschreiber, wagt sogar folgende Schlußfolgerung im Titel:
Die Turbulenzen an den Finanzmärkten haben ihren Ursprung im Jahr 1971.

Wie sich die Zeiten ähneln: Nun haben sich die USA mit den Afghanistan-, Irak-, und Lybien-Kriegen ruiniert, während das eigene Volk vergammelt.

8.2.11

Peinliches Deutsche Bank Memo

Laut FTD ist in einem Prozess bezgl. Zins-Swaps (Wetten auf Zinskonstellationen) ein Memo aufgetaucht, in dem es heisst:
Es sollte ein Negativ-Geschäft werden. Nur so kann man an dem Kunden Geld verdienen.
Das nenne ich ehrlich! Logisch ist es allerdings auch. Eine Bank macht so eine Wette nur, wenn sie denkt, dabei zu gewinnen. Denn eine Bank hat erheblich mehr qualifiziertes Personal als ein Kunde, der sich auf etwas so Gefährliches einlässt.

22.1.11

Die zweigeteilte Mehrwertsteuer (6)

Auf Silbermünzen gibt es 7%, auf Silberbarren dagegen 19% Mehrwertsteuer. (ARD Ratgeber Geld)

1.11.10

Höllenjob Commerzbank-Kundenberater

Gelesen hatte ich durchaus öfter, dass Banker mit Kundenkontakt unter einem unheimlichen Druck stehen, zu verkaufen. Im Interview damit konfrontiert, versucht ein dafür Verantwortlicher nicht einmal, es ernsthaft zu bestreiten (Quelle):

Welt am Sonntag: Commerzbank-Mitarbeiter beschweren sich, dass es mittlerweile neben dem gewohnten Montagsanschiss auch noch den Freitagsanschiss des Vorgesetzten gibt, weil mal wieder nicht genug verkauft wurde.
Kassow: Ich kenne dieses Thema. Aber wir haben die Kontrolle eher reduziert als ausgeweitet.
Welt am Sonntag: Sie haben die Zahl der garantierten Anschisse auf zwei erhöht.
Kassow: Früher hatte jeder Berater montags sein Gespräch mit dem Filialleiter. Es wurde geschaut, was in der Vorwoche verkauft wurde, und es wurden die Ziele für die anstehende Woche festgelegt. Seit diesem Jahr wird bereits freitags die Woche analysiert. Montags ruft der Filialleiter nur noch mal die Mannschaft zu einer kurzen Besprechung zusammen, um beispielsweise zu schauen, welche Termine anstehen.
Welt am Sonntag: Und an welcher Stelle hat sich der Druck auf jeden einzelnen Angestellten nun reduziert?
Kassow: An den übrigen Tagen der Woche gibt es anders als früher keine Controlling-Gespräche mehr. Die Mitarbeiter sollen sich auf die Beratung konzentrieren. Eine übertriebene Mikrosteuerung bringt ohnehin nichts.
Zu gütig, zu gütig! Ich bekomme direkt Mitleid mit den Commerzbank-Mitarbeitern. Die dürfen also Dienstag, Mittwoch und Donnerstag angstfrei "beraten". Aber am Freitag bekommen sie ihren Anschiss (weil mehr Kunden inzwischen informierter geworden sind), und sollte der eine oder andere sich am Wochenende erholt haben, dann gibt's am Montag eine Auffrischung. Die möglichen Folgen: psychische Krankheiten und/oder Beratung von Kunden die intern unter "LEO" (leicht erreichbare Opfer) oder "A&D" (Alt & Doof) laufen. Solche Hochdruck-Umgebungen führen bei Menschen zu einem Luzifer-Effekt.

Nachtrag 18.3.2012: Es soll sich was ändern. (Welt)

20.9.10

"Qualitätsjournalismus" neu definieren (2)

Den von Bertelsmann angedrohten "Qualitätsjournalismus" darf man nun vorzeitig in der FTD erleben, in einem anonymen  Leitartikel über die Boni für HRE-Mitarbeiter:
Das Geld ist gut angelegt. Denn sonst wird das Institut bald von drittklassigen Leuten geführt.
Oder anders gesagt: die Leute, die die HRE gegen die Wand gefahren haben und es auch jetzt noch tun, so dass sie ständig neue Bürgschaften brauchen, sind keinesfalls drittklassig!

Update 3.10.2010: Auch ein Jan Dams von der Springerpresse praktiziert solchen "
Qualitätsjournalismus" und schreibt in die gleiche Richtung: er meint der Staat würde Geld verlieren, wenn man nicht "Experten" hätte, die die Bank sanieren. Einen Indiz, dass die "Sanierer" andere sind, als die, die HRE & co ruiniert haben, liefert er nicht.

31.7.10

Goldman Sachs Mitarbeiter müssen anständiger werden

Nachdem nun Schultänze in Wisconsin, Taliban, Strafgefangene in Florida, Messe-Hostessen, der US-Bundesstaat Alabama, das US-Fernsehen, Cheerleader in Texas, Lastwagenfahrer in Texas, Kinder in US-Kindergärten, Daimler-Chrysler-Mitarbeitern in Indiana, US-Urinproben, PC-Tastaturen und Paris Hilton anständig geworden sind, sind nun die Mitarbeiter von Goldman Sachs dran (Die Welt). Sie sollen nicht mehr in e-mails fluchen. Nicht verboten ist aber, die eigenen Kunde zu verarschen (siehe hier), denn offiziell würde Goldman Sachs sowas ja ohnehin niiiiiiie tun (Spiegel).

Rohstoff-Schutzgelder

Aus der Bertelsmann-Ecke (Capital) kommt ausnahmsweise eine richtig gute Analyse: ein Artikel beschreibt, wie Investment-Banken wie Goldman-Sachs & co nicht nur mit Rohstoffen spekulieren, selbst Lagerhäuser betreiben, sondern gleichzeitig ihren Unternehmenskunden Absicherungsinstrumente gegen eben die Auswirkungen dieser Spekulationen verkaufen:
Den Banken erschließt das Geschäft mit Öl, Kupfer, Aluminium oder Weizen und Kakao gleich eine ganze Reihe lukrativer Ertragsquellen. Schließlich bieten die Häuser ihren Kunden traditionell auch Absicherungsgeschäfte gegen Preisschwankungen an. Die Ironie: Es sind die Banken selbst, die durch ihre Spekulationsgeschäfte die Preise immer schwankungsanfälliger machen.
Das ist im Grunde nichts anderes als wenn die Mafia ein paar Brandsätze gegen Restaurants wirft, und gleichzeitig Sicherheitsdienste verkauft.

Offiziell verbreiten solche Banken natürlich die alte Leier: "wir spekulieren nicht gegen unsere Kunden". (Konkret Goldman-Sachs: "Wir würden nie jemanden vorsätzlich hintergehen, ganz sicher nicht unsere Klienten oder Gegenparteien")

Gegen Spekulation habe ich im Grunde nichts. Aber auf beiden Seiten zu arbeiten ist leicht unethisch, klingt nach Marktmanipulation, und schadet der Gesamtwirtschaft.

Update 1.8.2011: Goldman Sachs betreibt 1/4 aller Lagerhäuser für Aluminium. Merkwürdigerweise geht die Ware langsamer raus als rein, und so steigen die Preise. (Reuter)

21.6.10

Rollover again

Die Saudis haben offenbar den Film Rollover wieder-entdeckt. Deren Goldreserven haben sich überraschend verdoppelt. (FTD)

24.2.10

Marktanomalie

Eine "AB" Monatskarte der BVG kostet derzeit 72 Euro. Eine Jahreskarte in Monatsraten kostet 57,50 Euro, man muss allerdings ein Formular ausfüllen. Bei Einmalzahlung (kein Formular) sinkt der Preis eines Monats auf nur noch 55,83 Euro. (Tarife)

Bei eBay zahlen Leute dafür zwischen 63 und 65 Euro inkl. Porto. Beispiele 1 2 3 4. Die Benutzung der öffentlichen Verkehrsmittel schadet offenbar der Fähigkeit zu rechnen...

6.1.10

Heizölpreise widersetzen sich "Welt" Bericht

Nach den Rentnern hat die Welt nun auch Probleme mit den Heizölpreisen.

Die Welt vom 4. Januar 2010:
Überraschend: Auch Heizöl gibt es im Dezember billig. Dabei heißt es eigentlich, man solle im Sommer seinen Heizöltank auffüllen. Doch an diese Binsenweisheit halten sich mittlerweile zu viele Verbraucher. "Sind die Tanks aufgefüllt, sinkt zum Winter hin die Nachfrage, obwohl es draußen immer kälter wird", sagt Rudolf Bellersheim, Vorsitzender des Verbandes für Energiehandel.
Die Welt vom 6. Januar 2010:
Pech für viele, die nicht mehr rechtzeitig vor Wintereinbruch ihre Tanks so ausreichend befüllt haben, dass sie den aktuellen Entwicklungen gelassen zusehen könnten. Denn der Ölpreis steigt seit Wochen, und in seinem Gefolge wird auch Heizöl immer teurer. Im Bundesdurchschnitt zahlen Haushalte mittlerweile wieder rund 620 Euro für 1000 Liter Standard-Heizöl. Das ist zwar deutlich weniger als im Sommer 2008, als für dieselbe Menge knapp 1000 Euro fällig wurden. Doch im Frühjahr 2009 kosteten 1000 Liter lediglich 430 Euro.
Wie es wirklich aussieht, zeigt eine Grafik von Esyoil.de: die Preise waren 2009 im März am günstigsten, und besonders teuer Mitte Oktober und Ende Dezember. Der zweite Artikel ist korrekt, der erste nicht (es sei denn, man bezieht sich auf 2008, da war Dezember tatsächlich am günstigsten - das hilft aber nicht, und hat ihre Ursachen in der Finanzkrise, welche die damalige Spekulationsblase platzen liess).

Es ist eben einfach, irgendwelche Verbands-PR nachzudrucken, ohne sie zu überprüfen.

28.12.09

Betriebliche Gründe

Zugegeben, ich hatte nicht erwartet, dass eine kurz vor Weihnachten (22.12 um 20:00) gemachte Bestellung tatsächlich am 24ten eintreffen würde. Aber amazon versprach genau dies im "Premium Versand" als Teil von "Amazon Prime". Also schnell für einen kostenlosen einmonatigen Test (heh heh) angemeldet und bestellt.

Amazon sollte wissen, dass es keine gute Idee ist, sich bei Versprechen auf andere (hier: DHL) zu verlassen, denn am 24ten meldete DHL wenig überraschend: Aus betrieblichen Gründen konnte die Sendung heute leider nicht zugestellt werden.



Den letztmöglichen Kündigungszeitpunkt für "Amazon Prime" habe ich mir im Terminkalender schon mal vorgemerkt.

15.12.09

Späte Einsicht einer "Heuschrecke"

Henry Kravis, Mit-Gründer der Firma KKR (Geschäftsmodell: Firmen kaufen, den Kaufpreis der gekauften Firma als Kredit belasten, kurzfristig Rendite steigern, dann mit Gewinn verkaufen), ist nach langer Zeit klar geworden dass Warren Buffett (Geschäftsmodell: Firmen kaufen die etwas Verständliches anbieten, ein solides Management haben, aber in der Öffentlichkeit unterbewertet sind) erfolgreicher ist. Grund ist aber nicht wirklich, dass er nun schlauer ist - es ist einfach zu schwer, Kredite zu bekommen. (Die Welt)