Es gibt "kulturelle" Dinge, die sollte man sich einmal im Leben antun, zumindest als Abschreckung.
Vor einigen Jahren habe ich mir einige Filme angeschaut, die auf Shakespeare-Stücke basieren. Besonders in Erinnerung blieb mir "Hamlet". Das Stück ist zwar langweilig und am Ende sind alle tot, aber nun weiss ich warum mancher Wahnsinn doch Methode hat, woher der englische Ausdruck "The lady doth protest too much, methinks" kommt, und dass im Staate Dänemark etwas faul ist.
Gleiches gilt für Wagner. Wagner-Opern sind hauptsächlich bekannt für einen peinlichen Auftritt einer Bundeskanzlerin oder der gruseligen Bekleidung der Ehefrau eines oberflächlichen Showmasters, aber die Inhalte scheinen zweitrangig zu sein. Demnoch kennt man die Melodien: "Lohengrin" von Hochzeiten, "Rienzi" aus der SPIEGEL-TV Reportage, "Walküre" aus der Opel-Werbung.
Vor ein paar Tagen wurde "Lohengrin" in 3Sat gezeigt und von mir aufgenommen. Das Stück dauert 3 1/2 Stunden. Alles, was länger als 2 1/2 Stunden dauert, ist entweder langweilig oder schmerzhaft, oder beides - diese Privattheorie von mir wurde erneut bestätigt.
Ein Orchester sieht man nicht, denn der Meister wollte dass sich die Zuschauer auf die "Handlung" konzentrieren. Diese ist etwa so spannend wie eine Powerpoint-Vorführung. Nach 46 Minuten wird endlich der Kern der Geschichte festgelegt: "Nie sollst Du mich befragen", ein Ausdruck der vor einigen Jahren durch eine Baumarkt-Werbung ins kollektive Bewusstsein gerückt war. Der Held erklärt es der Heldin zweimal deutlich, dass sie dies unbedingt zu unterlassen habe, und sie bestätigt die Anweisung. "Fast Forward" knapp 2 Stunden später (die Handlung kann man bei Wikipedia oder im Libretto nachlesen, denn akustisch ist eh nichts zu verstehen) erklingt der bekannte Hochzeitsmarsch mit Chor. Das Ehepaar steht dann vor einem Bett, diskutiert 20 Minuten - und ein Vollzug der Ehe findet nicht statt. Weil: nach fast 3 Stunden Opernzeit deutet die Heldin an, sie würde nun doch die verbotene Frage stellen. 7 Minuten später tut sie es dann auch. Nach "nur" 20 Minuten später kommt die Antwort: "Lohengrin". Nach weiteren 15 Minuten macht sich der Held aus dem Staub, die Heldin verkündet "Ach!" und stirbt.
Schade, dass niemand vom Fernsehen auf die Idee kommt, die Leute beim Herausgehen aus einer Wagner-Oper zu filmen. Die Bilder der gähnenden Zuschauer wären einfach köstlich.
19.8.08
12.8.08
Opfer oder Täter?
Laut einer Studie der Uni Landau sind viele Täter beim Internet-Mobbing selbst Opfer. (heise.de)
Man könnte es aber auch so sehen: viele "Opfer von Internet-Mobbing" sind in Wirklichkeit auch Täter.
(Was jedoch nichts daran ändert, dass es auch viele "richtige" Opfer von Internet-Mobbing gibt, wie zum Beispiel Daniel B.)
Man könnte es aber auch so sehen: viele "Opfer von Internet-Mobbing" sind in Wirklichkeit auch Täter.
(Was jedoch nichts daran ändert, dass es auch viele "richtige" Opfer von Internet-Mobbing gibt, wie zum Beispiel Daniel B.)
7.8.08
Die Taten des Frank-Walter Steinmeier (2): Der Einweihungsminister
Außenminister Frank-Walter Steinmeier weihte eine Trinkwasseranlage in Afghanistan ein (inklusive Drücken auf den Knopf), die schon seit 6 Jahren lief. Anschliessend weihte er eine Militärfahrschule ein, die ebenfalls 6 Jahre alt ist, und vorher bereits drei Mal (!) eingeweiht war. (NDR ZAPP)
24.7.08
5.7.08
Pseudowissenschaft (6): Göttinger Fremdkörpertheorien
Der Göttinger Sportprofessor Arnd Krüger verbreitete laut SPIEGEL folgende These: Die israelischen Sportler hätten 1972 von dem Anschlag im olympischen Dorf gewusst und seien freiwillig in den Tod gegangen um Israel zu nützen. Grund dafür sei u.a. ein "anderes Körperverständnis" in Israel. Nach Protesten hat er sich von seiner "These" distanziert.
29.6.08
25.6.08
Pseudowissenschaft (5): Urteil im Namen des Hundes
In Bayern werden "Beweise" neuerdings durch den örtlichen Hundesportverein KTC 1881 e.V. "Mantrailer Bayern" geschaffen: wem der Hund (bzw. Hausmeister Krause der Hundeführer) auswählt, der gilt vor Gericht als schuldig, es sei denn, er hat ein Alibi. (SPIEGEL)
21.6.08
Die Taten des Frank-Walter Steinmeier (1)
Unserer derzeitige Aussenminister Frank-Walter Steinmeier könnte der nächste Bundeskanzler werden, dabei ist er wohl die dubioseste Gestalt dieser und der Schröder-Regierung, so zum Beispiel wegen seiner Verantwortung für den Guantanamo Aufenthalt von Murat Kurnaz, oder sein nichts kennen, nicht fragen bei "renditions" (CIA-Entführungen) von deutschem Boden aus, sowie der BND-Einsatz im Irak-Krieg.
Da die kollektive Erinnerung der Bevölkerung bei Skandalen nur einige Wochen beträgt, versuche ich mir zumindest hier seine Taten zu "merken".
Das Neueste: seine Behörde machte ein Deal mit dem Menschenrechtsverletzerstaat Sri Lanka, um so Unterstützung für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu bekommen (SPIEGEL):
Da die kollektive Erinnerung der Bevölkerung bei Skandalen nur einige Wochen beträgt, versuche ich mir zumindest hier seine Taten zu "merken".
Das Neueste: seine Behörde machte ein Deal mit dem Menschenrechtsverletzerstaat Sri Lanka, um so Unterstützung für einen Sitz im UN-Sicherheitsrat zu bekommen (SPIEGEL):
Inhalt des unfeinen Deals: Dafür, dass Deutschland im Mai die Wiederwahl Sri Lankas für den Uno-Menschenrechtsrat unterstützt, wird sich Sri Lanka im Gegenzug 2010 für Deutschland als temporäres Sicherheitsratsmitglied aussprechen. Pikant ist der Handel deshalb, weil Sri Lanka seit Jahren gravierende Menschenrechtsverletzungen vorgeworfen werden.
1.6.08
Palestinawood
29.5.08
"Handelsblatt" verwechselt Firmen in Telekom-Skandal
Aufgrund einer Gegendarstellung in der Welt und im Tagesspiegel mit dem seltenen Zusatz "... hat recht" wird deutlich, dass das Handelsblatt die Firma Network Consult Berlin GmbH (eine Unternehmensberatung und Zeitarbeitsfirma) verleumdet hat, indem sie sie fälschlicherweise mit dem Telekom-Skandal in Verbindung gebracht hat. Eine spätere Ausgabe vom Handelsblatt nennt statt dessen die network.deutschland GmbH. Ein Irrtum, der teuer werden dürfte - viele andere Zeitungen haben die Falschmeldung des Handelsblatts übernommen. Jetzt ist offenbar Rechtsanwalt Eisenberg an der Sache dran, einer der besten Medienanwälte der Stadt (hat vor Jahren mich und diverse Freunde von mir erfolgreich vertreten).
Nachtrag: Der Stern macht eine Richtigstellung.
Nachtrag 2: Der Stern macht noch eine Richtigstellung, diesmal auf Wunsch der Network Deutschland. Auch hier war die ungeprüfte Übernahme eines Artikels aus dem Handelsblatt die "Ursache".
Nachtrag: Der Stern macht eine Richtigstellung.
Nachtrag 2: Der Stern macht noch eine Richtigstellung, diesmal auf Wunsch der Network Deutschland. Auch hier war die ungeprüfte Übernahme eines Artikels aus dem Handelsblatt die "Ursache".
27.5.08
Pseudowissenschaft (4): Recherche innovativ delegieren
In den "alten Zeiten" lief Recherche so: man ging in die Bibliothek und blätterte stundenlang in Büchern und Fachzeitschriften zum Thema. Heutzutage kann dies online erledigt werden, was allerdings manche Leute dazu verführt, Fremdes zu kopieren und es als Eigenes darzustellen. Noch ein Schritt weiter ist ein Jura-Student aus Göttingen: für seine Seminararbeit schickte er eine "Umfrage" an alle fachlich ausgewiesenen Datenschutzprofessoren der Bundesrepublik. Einer davon veröffentlichte den Vorgang im Beck Blog.
24.5.08
Nicht handzahm (20): endlich kraftvoll zubeissen
Eintüten zuhause ging ja eigentlich schon, doch vor einigen Wochen gab es dann doch Widerstand. Die Katzendame biss so kraftvoll in den Arm hinein, dass ein deutliches Loch zu sehen war und die Hand kurzzeitig taub wurde. Also ging es zum Menschenarzt, wo es Antibiotika und eine Gipsschiene (!) für ein paar Tage gab.
Es folgten unabhängig davon einige Wochen Jahresurlaub. Durch die ständige Anwesenheit war es möglich, die Katzendame viel intensiver zu betreuen, und sie war durch die verstärkte Beachtung erfreut. Sie lässt sich seitdem viel mehr berühren, auch am Bauch - statt wie früher "2 Sekunden nach Tiefschlaf bis zum Abschluß des Warmstarts" gelangen heute schon 30 Sekunden im Körbchen, ohne dass sie sich wie früher umdreht oder weggerannt ist. Der Widerstand ist mehr symbolisch mit Hilfe der Hinterpfoten.
Eine weitere positive Nachricht ist dass sie nun ein "reserviertes Körbchen" hat, und es gibt dort keine "Markierungsverbrechen" mehr. Ein möglicher Erfolgsfaktor könnte die Verwendung von alten T-Shirts sein, die werden respektiert. Mir war aufgefallen dass die Katzen sich auf "liegen gebliebener" Kleidung legen, und so wurden einige alte T-Shirts für diesen Zweck über Nacht getragen und dann abgegeben.
Es folgten unabhängig davon einige Wochen Jahresurlaub. Durch die ständige Anwesenheit war es möglich, die Katzendame viel intensiver zu betreuen, und sie war durch die verstärkte Beachtung erfreut. Sie lässt sich seitdem viel mehr berühren, auch am Bauch - statt wie früher "2 Sekunden nach Tiefschlaf bis zum Abschluß des Warmstarts" gelangen heute schon 30 Sekunden im Körbchen, ohne dass sie sich wie früher umdreht oder weggerannt ist. Der Widerstand ist mehr symbolisch mit Hilfe der Hinterpfoten.
Eine weitere positive Nachricht ist dass sie nun ein "reserviertes Körbchen" hat, und es gibt dort keine "Markierungsverbrechen" mehr. Ein möglicher Erfolgsfaktor könnte die Verwendung von alten T-Shirts sein, die werden respektiert. Mir war aufgefallen dass die Katzen sich auf "liegen gebliebener" Kleidung legen, und so wurden einige alte T-Shirts für diesen Zweck über Nacht getragen und dann abgegeben.
Pseudowissenschaft (3): strahlende Erfindung
Der SPIEGEL meldet dass zwei "aufsehenerregende Studien" über Erbgutschäden durch Mobilfunk erschwindelt wurden, und zwar durch eine Labortechnikerin von der Medizinischen Universität Wien. (Pressemitteilung der Uni Wien)
Sinnvoll wäre nun eine neue Studie ob Mobilfunk eine Ursache von Merkbefreiung bei Professoren ist, die über die "Gefahren" von Mobilfunk forschen.
Sinnvoll wäre nun eine neue Studie ob Mobilfunk eine Ursache von Merkbefreiung bei Professoren ist, die über die "Gefahren" von Mobilfunk forschen.
23.5.08
22.5.08
"Welt" und Vattenfall lassen CO2 verschwinden
Aus der "Welt" von heute:
Vattenfall baut das erste CO2-freie KraftwerkSchon im Untertitel wird relativiert:
Durch den Einsatz neuer Technologien soll es "annähernd CO2-frei" Strom aus Kohle erzeugen.Doch beides ist falsch. Durch Verbrennung von Kohle entsteht nun mal CO2, und nicht etwa "nichts", oder gar Phlogiston. Das lernt man in der Schule. Tatsächlich planen die Vattenfall-Täter, das CO2 "unter den Teppich" zu kehren, nämlich in flüssiger Form unter der Erde zu lagern. Unsere Nachfahren werden sicher hocherfreut sein, wenn das CO2 irgendwann (voraussichtlich Sekunden nach Ende der Subventionen) auf einmal entweicht.
"Stern" erfindet CO2 Nachteil
Aus dem Stern:
Pro verbranntem Liter Sprit wird beim Diesel (2650 Gramm) mehr Kohlendioxid frei als beim Benziner (2370 Gramm). Bei der kommenden, CO2-basierten Kfz-Steuer steht der Diesel also tendenziell schlechter da.Alleine betrachtet ist dieser Satz nicht falsch. Allerdings wird verschwiegen oder vergessen, dass daraus folgte, dass 1 Liter Diesel mehr Energie liefert als 1 Liter Benzin. Deshalb verbrauchen Diesel-PKW auch etwas weniger pro 100km bei gleichem PS.
17.5.08
Hausärzte: Propaganda und Gegenpropaganda
Laut einer Analyse vom Bundesgesundheitsminsterium verdienen Ärzte, insbesondere Hausärzte, weit besser als in der Öffentlichkeit dargestellt. (Stern) 80000 Euro Jahresüberschuss im Westen sind nun wirklich nicht schlecht. Zwar ist alles was von Ulla Schmidt kommt, mit sehr grosser Vorsicht zu geniessen. Sicher ist: das was die Bayrischen Hausärzte als Propaganda von sich geben muss nun angepasst werden müssen. Womöglich ist der Überschuss sogar noch höher: Quelle sind die Kassenärzlichen Vereinigungen, die jedoch nur die Abrechnungen der Kassenpatienten erledigen, nicht der Privatpatienten.
15.5.08
Wer ist die Nummer 20?
Gestern tauchte eine Nachricht auf, dass die USA die Anklage gegen den "20. Attentäter vom 11. September" Mohammed al-Kahtani fallen lassen (weil sämtliche "Beweise" durch Folter zustandekamen). Frei kommt er demnoch nicht.
Aber wer ist denn nun die "richtige" Nummer 20? Manchmal war es Zacarias Moussaoui. Oder auch Turki bin Fheid al-Muteiri.
Aber wer ist denn nun die "richtige" Nummer 20? Manchmal war es Zacarias Moussaoui. Oder auch Turki bin Fheid al-Muteiri.
13.5.08
Besuch bei subventionierten Wasserrutschen
Nachdem ich vor Jahren schon mal über Brandenburger Subventionen gelästert hatte, war es Zeit, eines dieser Geldgräber zu besuchen, nämlich die Tropical Islands, die in der Halle der gefloppten Cargolifter AG entstanden sind. Eine Internet-Suche fand kaum negative Berichte, und die Website des Anbieters liess keine Frage offen.
Der heutige Dienstag hat den Vorteil, dass er kein Wochenende ist. Zwar gibt es noch Pfingstferien, es war aber trotzdem nicht überfüllt. Eine freie Liege war leicht zu finden, es gab nur geringe Wartezeiten. Außerhalb von Schulferien sind es vermutlich noch weniger Besucher. Das ist für die Investoren schlecht, für die Besucher aber gut.
Der Eintritt ist 25 Euro, plus einmalig 3 Euro für die Wasserrutschen.
Es gibt zwei grosse Pools, die als "Südsee" und "Lagune" bezeichnet werden, recht warm sind, und offenbar so wenig wie möglich gechlort sind. Die "Südsee" endet bei einer Leinwand die blauen Himmel und Wolken zeigt, ähnlich wie in dem Film "The Truman Show". Jedenfalls kann man in den Pools in Ruhe schwimmen, laufen oder spielen, je nach Wunsch. Liegestühle waren reichlich vorhanden und auch kostenlos. Der hohe Eintrittspreis und die lange Anreise bewirken auch, dass die Arten von Besuchern fehlen, denen man im Stadtbad begegnen muß: 1) 300 Kg Frauen in zu kleinen Badeanzügen, 2) Hochgeschwindigkeitsschwimmer die nicht auf die Umgebung achten, 3) Unangenehme Typen die auf Konfliktsuche sind. Und rauchfrei war auch alles. (Es soll 2 Raucherzonen geben, die sind wohl aber nicht da, wo ich herum gelaufen bin)
Auch fehlte die aus südlichen Touristenorten bekannte Abzocke, nach dem Motto "Du blöder Deutscher Tourist bist nicht willkommen, darfst aber Dein ganzes Geld hier lassen". Man kann zwar Geld ausgeben, wird aber nicht belästigt.
Zum Geiste von "keine Abzocke" passte auch, dass ein kostenloses WLAN vorhanden war. Mail-Zugriff über IMAP ging zwar nicht, aber Webmail funktionierte problemlos.
Natürlich war der wahre Grund für mein Besuch nicht die Neugier wo das Geld der Brandenburger Steuerzahler bleibt, sondern die Wasserrutschen. Neben der "Südsee" gibt es davon vier. Die untere zählt nicht, sie ist wohl für die Kleinsten. Die nächsthöhere, rote Rutsche wird mit einem Reifen verwendet, es ist ein netter gemütlicher Spass. (Tipp: den Reifen rollen, nicht tragen) Die gelbe Rutsche wird ohne Reifen verwendet, und ist Spass pur, einfach geil. Die höchste Rutsche ist eher eine Mutprobe als ein Spass, es geht einfach nur sehr schnell abwärts, die Abfahrt ist nach wenigen Sekunden zu ende. In der "Lagune" gibt es noch zwei kleinere Ruschen nebenienander. Die linke ist besser, sie geht durch einen langen Tunnel in dem man "huuuuuh" rufen kann, und das Ende ist näher an der Treppe. Einziger Wermutstropfen ist dass ich mir irgendwann eine kleine Schürfwunde am Ellbogen geholt habe, keine Ahnung wo.
Erlebnisparks verdienen auch daran, dass die Leute vor Ort Essen kaufen. Meine Wahl fiel auf das tropische Barbecue in der all-you-can-eat Fassung. Das Verfahren ist zunächst etwas überraschend. Man holt sich eine Schüssel und tut darin vom Buffet je nach Wunsch Salat, Früchte, Gemüse, Fleisch und Fisch hinein, dies wird dann durch einen Koch auf einer Grillplatte erhitzt (ja, auch der Salat und die Früchte) und an den Tisch gebracht. Das Ergebnis ist dann zwar etwas "zermanscht", schmeckt jedoch hervorragend. (Tipp: kein Reis essen, dann kann man öfter zum Buffet)
Der heutige Dienstag hat den Vorteil, dass er kein Wochenende ist. Zwar gibt es noch Pfingstferien, es war aber trotzdem nicht überfüllt. Eine freie Liege war leicht zu finden, es gab nur geringe Wartezeiten. Außerhalb von Schulferien sind es vermutlich noch weniger Besucher. Das ist für die Investoren schlecht, für die Besucher aber gut.
Der Eintritt ist 25 Euro, plus einmalig 3 Euro für die Wasserrutschen.
Es gibt zwei grosse Pools, die als "Südsee" und "Lagune" bezeichnet werden, recht warm sind, und offenbar so wenig wie möglich gechlort sind. Die "Südsee" endet bei einer Leinwand die blauen Himmel und Wolken zeigt, ähnlich wie in dem Film "The Truman Show". Jedenfalls kann man in den Pools in Ruhe schwimmen, laufen oder spielen, je nach Wunsch. Liegestühle waren reichlich vorhanden und auch kostenlos. Der hohe Eintrittspreis und die lange Anreise bewirken auch, dass die Arten von Besuchern fehlen, denen man im Stadtbad begegnen muß: 1) 300 Kg Frauen in zu kleinen Badeanzügen, 2) Hochgeschwindigkeitsschwimmer die nicht auf die Umgebung achten, 3) Unangenehme Typen die auf Konfliktsuche sind. Und rauchfrei war auch alles. (Es soll 2 Raucherzonen geben, die sind wohl aber nicht da, wo ich herum gelaufen bin)
Auch fehlte die aus südlichen Touristenorten bekannte Abzocke, nach dem Motto "Du blöder Deutscher Tourist bist nicht willkommen, darfst aber Dein ganzes Geld hier lassen". Man kann zwar Geld ausgeben, wird aber nicht belästigt.
Zum Geiste von "keine Abzocke" passte auch, dass ein kostenloses WLAN vorhanden war. Mail-Zugriff über IMAP ging zwar nicht, aber Webmail funktionierte problemlos.
Natürlich war der wahre Grund für mein Besuch nicht die Neugier wo das Geld der Brandenburger Steuerzahler bleibt, sondern die Wasserrutschen. Neben der "Südsee" gibt es davon vier. Die untere zählt nicht, sie ist wohl für die Kleinsten. Die nächsthöhere, rote Rutsche wird mit einem Reifen verwendet, es ist ein netter gemütlicher Spass. (Tipp: den Reifen rollen, nicht tragen) Die gelbe Rutsche wird ohne Reifen verwendet, und ist Spass pur, einfach geil. Die höchste Rutsche ist eher eine Mutprobe als ein Spass, es geht einfach nur sehr schnell abwärts, die Abfahrt ist nach wenigen Sekunden zu ende. In der "Lagune" gibt es noch zwei kleinere Ruschen nebenienander. Die linke ist besser, sie geht durch einen langen Tunnel in dem man "huuuuuh" rufen kann, und das Ende ist näher an der Treppe. Einziger Wermutstropfen ist dass ich mir irgendwann eine kleine Schürfwunde am Ellbogen geholt habe, keine Ahnung wo.
Erlebnisparks verdienen auch daran, dass die Leute vor Ort Essen kaufen. Meine Wahl fiel auf das tropische Barbecue in der all-you-can-eat Fassung. Das Verfahren ist zunächst etwas überraschend. Man holt sich eine Schüssel und tut darin vom Buffet je nach Wunsch Salat, Früchte, Gemüse, Fleisch und Fisch hinein, dies wird dann durch einen Koch auf einer Grillplatte erhitzt (ja, auch der Salat und die Früchte) und an den Tisch gebracht. Das Ergebnis ist dann zwar etwas "zermanscht", schmeckt jedoch hervorragend. (Tipp: kein Reis essen, dann kann man öfter zum Buffet)
12.5.08
Umsteigen in den Vorstand - darum
Es gibt Unmut darüber, dass der ehemalige "Transnet" Gewerkschaftschef Norbert Hansen durch seinen Seitenwechsel nun 1500 Prozent mehr verdient. (Stern) Manche fragen, wie es dazu kommen konnte, und niemand antwortet. Dabei gibt es eine Erklärung: Der kurz nach seinem grandiosen Erfolg im Arbeitskampf gegen die Bahn in Rente gegangene GDL Gewerkschaftschef Manfred Schell lebte dank einer Erbschaft auf grossem Fuss, fuhr Ferrari, später "nur" noch Mercedes SLK. (Tagesspiegel) Womöglich möchte Hansen nun auch besser leben.
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